Finale Dunlop Drivers Cup 2006 (Tag 6)

Finale Dunlop Drivers Cup 2006 (Tag 6) Finale Dunlop Drivers Cup 2006 (Tag 6)

Finale Dunlop Drivers Cup 2006 (Tag 6)

— 27.03.2006

Von Pismo Beach nach Victorville

Kurz vor Ende der Monsteretappe des Dunlop Drivers Cup 2006 wartet die Polizei auf die Finalisten – es kommt zur Verfolgungsjagd.

Victorville/ Von Christian Beckmann Man sollte an dieser Stelle vielleicht noch mal ein Wort über die Größe Kaliforniens verlieren. Sinnlos, da mit Quadratkilometern zu kommen. Kann sich sowieso keiner vorstellen. Der "Golden State" ist riesig, unendlich riesig sogar, dabei landschaftlich so vielfältig, daß man kaum hinterherkommt. Und Autofahren kann man hier natürlich auch ganz ausgezeichnet – trotz lästiger Einschränkungen hinsichtlich der erlaubten Höchstgeschwindigkeit, manchmal mehr, als den Finalisten lieb ist.

Das Ziel der heutigen Reise ist Victorville, irgendwo nördlich von Los Angeles gelegen und sozusagen schon in Schlagdistanz zum Ziel des Dunlop Drivers Cup 2006. Das Problem an Victorville: Es liegt 506 Kilometer von Pismo Beach entfernt. Eine Distanz, die gar nicht so recht zu den Gesichtern der "Driver" passen will. Ausgeruht? Niemand! Wach genug für die Transferetappe? Soviel amerikanischen Kaffee verträgt kein Mensch! Irgendwie war es dann doch vielleicht ein Fehler, vor dem Kilometermonster der Tour ein Hotel zu buchen, in dem es eine Bar mit angeschlossener Disco und wirklich netter Musik gibt – und gleichzeitig die Abfahrtszeit schon auf 6:30 Uhr zu legen. Was abends oft fehlt, ist die Zeit für ein schönes "get together", aber gestern haben sich die meisten sie einfach genommen.

Damit erst gar kein falscher Eindruck entsteht: Mit Restalkohol sitzt hier keiner am Steuer. Wäre auch schade, denn mit einem ausgewachsenen Schädel würden die Hingucker am Wegesrand der fünften Etappe wohl auch nur so vorbeifliegen; die Bisons, der Flugzeugfriedhof, urige Tankstellen mit Einzelzapfsäulen – so vollgepumpt mit Eindrücken wurde ich in Deutschland auf einer gleich langen Strecke jedenfalls nicht.

Wer nach einem schönen Beispiel für Weite sucht, sollte es mal mit einem ausgetrockneten, in Kalifornien selbstverständlich befahrbaren See versuchen. Für die Teilnehmer ist das so ziemlich das weiteste, was sie bisher erfahren haben. Und das ist wörtlich zu nehmen. Denn hier, kurz vor Victorville, wird heute ein Rennen ausgetragen. Platz ist ja wirklich reichlich vorhanden. Und der knüppelharte Boden des vielleicht einmal üppigen Biotops gibt eine perfekte Rennstrecke ab. Daß hier mal Wasser gewesen sein soll, kann angesichts der Staubfahnen, die die Autos hinter sich herziehen, keiner so recht glauben.

Die Aufgabe nennt sich Verfolgungsrennen. Natürlich so, wie es sich für Amerika gehört, mit einem Polizeiauto. Instruktor Ralf Flachbarth gibt den Cop, für die Teilnehmer bleibt die Rolle der Delinquenten. Ihr Vergehen: Ins Finale des DDC 2006 gekommen zu sein – das reicht. Dafür wird hier aber auch niemand aus dem Auto gezerrt und in Handschellen gelegt, und die Verfolgungsjagd entpuppt sich am Ende als spannendes Beschleunigungsrennen Mann/Frau gegen Flachbarth. Einmal die Gerade hoch, dann wenden und zurück. Die Bilanz des "Officers" am Ende des Tages: 29mal gewonnen, nur sechsmal verloren. Und das, obwohl der Polizei-Ford dem Nissan 350Z eigentlich hoffnungslos unterlegen ist. Aber erstens entscheidet eben doch der Fahrer, und zweitens war die Strecke des Streifenwagens etwas kürzer.

Die vorletzte Prüfung des Dunlop Drivers Cup ist also gegessen. Morgen geht es auf den California Speedway zum alles entscheidenden Rennen. Spannung garantiert, denn noch sechs Teams können theoretisch siegen. Wer den Sprung nach ganz oben aufs Siegerpodest geschafft hat und damit den Dunlop Drivers Cup 2006 mit nach Hause nehmen darf, steht im nächsten Teil des Online-Tagebuchs.

Lust auf Abenteuer bekommen? Dann nichts wie bewerben für den Dunlop Drivers Cup 2007.

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