Finale Dunlop Drivers Cup 2006 (Tag 7)

Finale Dunlop Drivers Cup 2006 (Tag 7) Finale Dunlop Drivers Cup 2006 (Tag 7)

Finale Dunlop Drivers Cup 2006 (Tag 7)

— 28.03.2006

Shootout auf dem Speedway

Nach 2800 Kilometern können immer noch einige Teams gewinnen. Die Entscheidung fällt auf dem California Speedway nahe Los Angeles.

California Speedway / Von Christian Beckmann Endlich keine unendlich langen, schnurgeraden Highways mehr, endlich kein Speedlimt, endlich keine Highway-Patrol mehr zu befürchten, die hinter jeder Brücke lauern könnte. Der Dunlop Drivers Cup ist am California Speedway angekommen – zum entscheidenden Rennen um den Gesamtsieg 2006.

Die besten Chancen hat das holländische Team Tjidde-Derk Boers und Hans van Dijk. Mit 1990 Punkten liegen sie aktuell auf Platz eins der Gesamtwertung. Die beiden wollen das Rennen locker angehen. "Mal sehen was kommt", gibt van Dijk zu Protokoll. Das scheint keine schlechte Einstellung zu sein. Ehrgeizigere Teams, die auch noch eine theoretische Chance haben, liegen schon deutlich zurück. Zum Beispiel die "Winner of the day", Team Austria mit Christian Eybner und Holger Richter, die natürlich angreifen wollen. Und die Deutschen? Swen Dolenc und Holger Richter, Team Tyre Dealer III, liegen mit 160 Punkten Rückstand auf die Holländer noch vor den Schweizern Ruedi Abegglen und Marco Pfeuti, den Dominatoren der ersten Tage.

Bevor die Nissan 350Z über einen Teil des klassischen Speedway-Ovals und das Infield fliegen dürfen, das übliche Prozedere: Strecke kennenlernen unter Anleitung der Instruktoren. Der California Speedway wird immer und immer wieder in einer "guided Tour" geübt. Dafür hat jeder "Dunlop Driver" zweimal 20 Minuten Zeit. Danach sind alle einigermaßen fit, um das in zwei Gruppen ausgetragene Qualifying unter die Räder zu nehmen.

Dabei merken einige Teilnehmer, was das Schwierige an einem amerikanischen Oval ist: die Wand. Insgesamt drei Autos werden aus der Kurve getragen und touchieren zum Glück nur leicht die vor der Streckenbegrenzung aus Beton aufgestellten Reifenbarrieren. Den Fahrern und den Autos passiert nichts. Ein paar Kratzer am Blech, das war's. Sportlich setzen sich Swen Dolenc vom Team Tyre Dealer II und Ludwig Nieberle (Tire Dealer I) durch. Natalie Rosenfeld (Team BILD am Sonntag) zeigt fast allen Männern in ihrer Gruppe den Auspuff – und wurde damit zweite.

Dann die beiden Rennen, gestartet von Danny Pfeil mit den Worten: "Möge die Haftung mit euch sein". Meint er jetzt den Grip oder die Versicherung? Egal eigentlich, denn jetzt sind alle diszipliniert und konzentriert. Geht auch gar nicht anders, schließlich zählt hier nicht nur Speed sondern die Gleichmäßigkeit. Heißt: In fünf Runden muß jeder Finalist so nah wie möglich an seine Qualifikationszeit heranfahren. Jede Abweichung gibt Punktabzug. Die Konsequenz: Je schneller man im Training war, desto schwerer hat man es jetzt.

Mit der Aufgabe am besten zurecht kommt Kurt Scharner und heimst damit für sein Team Austria ordentlich Punkte ein. Den Dunlop Drivers Cup 2006 gewinnen sie aber trotzdem nicht. Über die gesamten sieben Tage sind Swen Dolenz und Holger Richter Richter – einmal auch "Winner of the day" – vom Team Tyre Dealer III einfach nicht zu schlagen. "Wir haben es locker angehen lassen und wollten nur nicht Letzter werden", sagt Holger – bescheidener kann man als Gewinner wohl nicht auftreten.

Als sie aufs Siegerpodest steigen, brandet tosender Jubel auf. Auf den Plätzen landen Tjidde-Derk Boers und Hans van Dijk (Team Netherland) sowie Christian Eybner und Kurt Scharner (Team Austria). Wie es sich für eine richtige Motorsportveranstaltung gehört, spritzen auch sie ordentlich Champagner in die Menge. Nicht der letzte Alkohol übrigens an diesem Abend, denn im Anschluß an die Siegerehrung geht es direkt zur Abschlußparty nach Los Angeles. Wo sich eigentlich jeder, der es bis hierhin durchgehalten hat, mit Fug und Recht feiern lassen kann. Das Tagebuch indes endet an der Rennstrecke, wo irgendwann im Herbst vergangenen Jahres die Reise begonnen hat.

Und das Fazit des DDC 2006? Für die Teilnehmer war es "ein Riesenerlebnis mit vielen Mega-Events", wie Karsten Großkopf sagt. Leider habe man nicht so viel sehen können, weil der Zeitrahmen sehr eng gesteckt gewesen sei. "Einfach die Strecken etwas kürzer machen", weiß Simone Baumgärtel die Lösung. Vielleicht ein guter Tip fürs kommende Jahr.

Lust auf Abenteuer bekommen? Dann nichts wie bewerben für den Dunlop Drivers Cup 2007.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.