Fisker auf der NAIAS 2009

Fisker auf der NAIAS 2009

— 13.01.2009

Hybrid trifft Cabrio

Pünktlich zur Auto Show in Detroit hat Henrik Fisker das bildschöne Serienmodell des Karma fertig – und die Studie des passenden Hybrid-Cabrios mit Klappdach. 2011 soll es kommen.

Kompromisse mag Henrik Fisker nicht. Das wird schnell klar, wenn man sich die Unterlagen zum Serienmodell des Karma durchsieht. Praktisch jedes technische Detail, jeder Knick der Karosserie entspricht der Karma-Studie, mit der Fisker auf der NAIAS 2008 für Aufsehen sorgte. Ende 2009 sollen die ersten Fahrzeuge ausgeliefert werden. Bis 2010, so Fisker, sei die Sportlimousine bereits ausverkauft. Das wundert nicht. Schließlich passt nicht nur das Design, sondern auch der Preis. 87.900 Dollar kostet der Karma in den USA – umgerechnet sind das rund 66.000 Euro (Stand Januar 2009). Geld, das der eine oder andere Premium-Kunde aus der Portokasse zahlt. Zumal er sich im Gegenzug ein extrem exklusives Stück "grüne" Technologie vor die Garage stellen kann.

Ein Turbo-Vierzylinder liefert den Akkus Saft für bis zu 480 Kilometer

Das Karma-Interieur gibt es auf Wunsch und gegen Aufpreis auch lederfrei.

Herz des Karma sind zwei Elektromotoren, die zusammen gut 408 PS und kurzzeitig ein Drehmoment von 1300 Newtonmeter auf den Antrieb stemmen. Die Kraft kommt von leichten Lithium-Ionen-Akkus, die den Karma voll aufgeladen rund 80 Kilometer weit bringen – mit maximal 150 km/h. Stealth-Modus nennt Fisker das elektrische Fahren. Wird die Sport-Taste gedrückt, sind theoretisch bis zu 480 Kilometer drin – bei bis zu 200 km/h. Möglich macht das ein Turbo-Vierzylinder von GM, der sich den Platz unter der langen Motorhaube mit dem Elektroantrieb teilt. Geht den Akkus der Saft aus, sorgt das Ecotech-Motörchen für Nachschub. Unter Strich sei trotz der sporlichen Fahrleistungen ein Durchschnittsverbrauch von 2,4 Liter möglich, so Fisker. Chevrolet setzt beim Volt auf die gleiche Idee – startet aber erst 2010 mit der Serienproduktion.

Tierfreunde buchen die lederfreie EcoChic-Ausstattung

2011 will Fisker mit dem Klappdach-Cabrio Karma S an den Start gehen.

Die Einrichtung des Karma wird seinem Premium-Anspruch gerecht. Viel Glas, modernes Design und edles Leder. Wer ein paar Euro übrig hat, ordert die teuertes Ausstattungsvariante EcoChic und rettet damit der einen oder anderen Kuh das Leben. Sitze und große Teile des Armaturenbretts sind dann mit einer Kunstfaser bespannt, die aus Bambus hergestellt wird. Grüner geht es kaum. Wer heute einen Karma bucht, braucht allerdings Geduld. Bis 2010, so Fisker,  sei die Sportlimousine bereits ausverkauft. Mit den ersten Auslieferungen rechnet die kalifornische Manufaktur Ende 2009. Die ersten 99 Fahrzeuge werden dabei exakt gleich ausgestattet, wie das Karma-Concept aus dem Jahr 2008.

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Zweiter Star auf dem Fisker-Stand in Detroit ist die Cabrio-Studie Karma S, wobei das S für Sunset steht. Der S nutzt den technischen Unterbau des Karma (408 PS, 200 km/h), bietet darüber hinaus aber ein Metall-Klappdach, das bei Nichtgebrauch im Heck verschwindet. Trotz aufwändigem Dach und acht Zentimeter weniger Radstand sei der Karma S ein vollwertiger Viersitzer, verspricht Fisker. Von der Bildfläche verschwinden wird der Karma S nach der Messe in Detroit nur für kurze Zeit: Spätestens 2011 soll das edle Hybrid-Cabrio als Serienmodell wieder auftauchen.

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