Fisker Karma: Erster Fahrbericht

Fisker Karma: Erster Fahrbericht

— 24.02.2011

Der schöne Stromer geht ins Rennen

Die erste Probefahrt im Karma – und Fisker lässt AUTO BILD sogar auf die Rennstrecke. Dort kann er mit Panamera, Quattroporte oder CLS mithalten, das Elektro-Coupé überzeugt mit gutem Handling und Komfort.

Henrik Fisker hat Mut: Da baut er die erste Luxuslimousine der Welt mit Elektroantrieb und Range Extender – und präsentiert den Schlitten ausgerechnet auf der Rennstrecke von Fontana, Kalifornien. Da ist die versprochene Reichweite von 483 km doch Makulatur! "Stimmt", gibt der früher bei BMW und Aston Martin beschäftigte Däne zu, "aber dafür wird spätestens nach drei Runden klar, dass Elektromobilität nicht gleichbedeutend ist mit Verzicht." Auf der Rennpiste sind statt der versprochenen 403 PS nur 320 Pferde in der Koppel. Volle Leistung haben erst die letzten Prototypen, die Valmet in Finnland ab März 2011 produziert. Daher steuern die zwei Lenkradpaddel ausnahmsweise nicht das stufenlose Getriebe, sondern links die Wahl zwischen Stealth (Sparprogramm) und Sport, rechts die Intensität der Energie-Rückgewinnung beim Bremsen.

Alle Messeneuheiten im Überblick: zum Genf-Spezial

Mit gut fünf Meter Länge passt der Karma zu den angesagten Viertürer-Coupés.

Im Sportmodus springt der komplett aus Alu gefertigte Karma in sechs Sekunden von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 201 km/h. Für eineinhalb Minuten sind per Overboost sogar 229 drin. Trotzdem nennt Fisker einen Durchschnittsverbrauch von 3,5 Litern auf 100 km. "Die meisten Kunden tanken höchstens dreimal im Jahr." Weil die 20 kWh leistende Lithium-Ionen-Batterie im Elektrobetrieb für 80 Kilometer reicht, pendelt der Wagen im Alltagseinsatz von Steckdose zu Steckdose. Aufladen dauert bis zu acht Stunden. Auf der Piste kann der Karma ohne Weiteres mit Panamera, Quattroporte oder CLS mithalten. Die hydraulische Lenkung mit 2,7 Umdrehungen spricht feinfühlig an, das Alu-Fahrwerk beherrscht Straßenlage und Handling so gut wie Komfort, der von speziell konzipierten 22-Zoll-Rädern mit höheren Flanken profitiert. Unter Last kommt sogar das Heck quer, die ESP-Abstimmung ist noch nicht ganz abgeschlossen ...

Mehr Informationen zum Fisker Karma gibt es oben in der Bildgalerie. Den kompletten Artikel lesen Sie in AUTO BILD 8/2011 – ab 25. Februar am Kiosk!
Georg Kacher

Georg Kacher

Fazit

Bravo, Henrik Fisker! Der Karma ist todschick und trotzdem total vernünftig. Im Kurzstreckenverkehr ernährt sich die Limousine ausschließlich aus der Steckdose, nur auf längeren Strecken kommt der Verbrenner zuhilfe. Der gediegen ausgestattete und fahrdynamisch überzeugende Viersitzer beweist, dass Öko auch im Premium-Segment angekommen ist. Hier kommt mehr als nur ein grünes Alibi.

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