Fisker Karma Plug-in: Pariser Autosalon 2010

Fisker Karma auf dem Pariser Salon 2010 Fisker Karma auf dem Pariser Salon 2010

Fisker Karma Plug-in in Paris 2010

— 17.09.2010

Steck! Ihn! Rein!

"Ein Ökoauto kann sexy sein", meint Fisker und zeigt auf dem Pariser Salon den serienfertigen Karma. 408 PS und 2,4 Liter Verbrauch? Da darf man schon mal wuschig werden.

Der Pariser Autosalon 2010 passt Henrik Fisker voll ins Konzept. Sein viertüriger Plug-in-Hybrid Karma soll in der Stadt der Liebe nicht nur öko sein, sondern vor allem: sexy! Moulin Rouge, Crazy Horse und Fisker Karma – betrachtet man die eigens produzierte Fotoserie von Modefotograf Miles Aldrige, dann wird die Welt auf einmal herrlich zweideutig. Überzeugen Sie sich in der Bildergalerie: Auf dem Solardach sinnlich räkelnd, wartet eine blonde Sexbombe auf den heiß ersehnten Stecker, der ihren Boliden mit Saft versorgt. An den beschlagenen Scheiben werden feuchte Handabdrücke sichtbar, während auf dem bebenden Kotflügel ein Eiswürfel vor sich hinschmilzt. Achtung, hier kommt die Krönung: Draußen vor dem Karma zuckt ein Zapfhahn auf dem Boden. Ein paar letzte Tropfen spritzen noch auf den Asphalt, bevor die Schwarze Witwe mit angespitztem Pfennigabsatz zum Todesstoß ansetzt. Ganz klar: Der Karma ist gekommen.

Überblick: Die Stars auf dem Pariser Salon 2010

Das "Command Center" in der Mittelkonsole wird ausschließlich über einen 10,2-Zoll-Touchscreen bedient.

Keine Sorge, Sie befinden sich immer noch bei autobild.de. Und der erste serienmäßige Fisker Karma steht tatsächlich auf dem Pariser Autosalon 2010. Ganz ohne Benzin kommt er allerdings nicht aus, denn wie es sich für einen Hybriden gehört, kombiniert er Elektro- und Verbrennungstechnik. An den Hinterrädern sitzen zwei E-Motoren mit insgesamt 408 PS, vorne werkelt ein 260 PS starker Benziner mit bescheidenen zwei Litern Hubraum. Sind Tank und Lithium-Ionen Batterie voll, dann hat der Fahrer die Wahl: Im "Stealth Mode" (reiner Batterie-Modus) geht's in 7,9 Sekunden auf Tempo 100, Spitze 153 km/h, Reichweite 80 Kilometer. Für den zackigen Vortrieb ist der "Sport Mode" vorgesehen. Hier werden Elektro- und Benzinmotor zusammengeschaltet, was sich erfolgreich auf die Fahrleistungen auswirkt: 5,9 Sekunden bis Tempo 100, Spitze 200 km/h, 400 Kilometer Reichweite.

Alle News und Tests zum Fisker Karma

Die Batterie braucht je nach Spannung (110, 220, 240 Volt) zwischen sechs und 14 Stunden Ladezeit.

Grundsätzlich wird der Fisker Karma elektrisch angetrieben. Der Benziner funktioniert nicht nur wie im Chevrolet Volt als "Range Extender" (Reichweitenverlängerer), sondern er dient auch als Potenzverstärker. Er treibt den Stromgenerator an, der zum einen die Batterie auflädt und zum anderen die Elektromotoren mit Saft versorgt. Mit Verbrauchsangaben muss man beim Range Extender grundsätzlich vorsichtig umgehen: Fisker verspricht einen minimalen Durchschnittskonsum von 2,4 Litern auf 100 Kilometer. Das dürfte sich allerdings nur auf die auf die ersten hundert Kilometer beziehen, von denen 80 Kilometer rein elektrisch zurückgelegt werden. Insgesamt soll der Akku zehn Jahre oder 160.000 Kilometer durchhalten.

Cockpit der Zukunft

Der Fisker Karma fährt ganz klar gegen "viertürige Coupés" wie Porsche Panamera, Mercedes CLS, Audi A7 Sportback und, wenn er denn irgendwann kommt, gegen den Lamborghini Estoque. Soll heißen: in der Klasse der sportlichsten Luxuslimousinen. Das wird auch beim Blick in den edlen Innenraum sofort klar. An Hightech mangelt es im Cockpit nicht, das sogenannte Command Center in der Mittelkonsole wird ausschließlich über einen 10,2-Zoll-Touchscreen bedient und steuert Fahrmodi, Klimaanlage, Navigation, Infotainment sowie Telefon. Wer seinen Karma zu Hause aufladen möchte, wird in der Zubehörliste fündig: Eine eigene Ladestation kann in Haushalten mit normalem elektrischen Standard installiert werden. Dort braucht die Batterie je nach Spannung (110, 220, 240 Volt) zwischen sechs und 14 Stunden Ladezeit. Das reicht locker für ein paar Zigaretten danach.



Autor: Michael Voß

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