Flavio Briatore tritt zurück

Flavio Briatore tritt zurück

— 30.08.2006

"Alle Ziele erreicht"

Flavio Briatore hört auf. Der Renault-Teamchef macht nach der Saison 2006 Schluss und will sich mehr seinem Privatleben widmen.

Genau wie Michael Schumacher hatte Flavio Briatore seine Zukunftsplanung bis jetzt verschwiegen. Bis jetzt! Mitten in den Schumi-Wirbel platzt auf einmal die Rücktritts-Bombe des Ranault-Teamchefs.

Der Weltmeister-Macher von Schumi (1994 und 1995) und Fernando Alonso (2005) steigt nach dieser Saison aus! Briatore, der offiziell noch immer mit dem Renault-Konzern über einen neuen Zwei-Jahres-Vertrag verhandelt: "Ich komme nächstes Jahr nicht wieder zurück in die Formel 1. Das ganze Jahr unterwegs zu sein ist ermüdend. Außerdem habe ich das Gefühl, alle meine Ziele erreicht zu haben."

Im Interview mit der englischen Illustrierten "Hello" erklärt der Italiener: "Meine Prioritäten haben sich verändert. Ich möchte nicht mehr jedem Deal hinterherhetzen, stattdessen einfach mehr Lebensqualität genießen." Die Krebs-OP vor sieben Wochen hat Briatore zum Umdenken veranlasst. Dem Macho-Manager und Party-Playboy wurde in Rom ein bösartiger Tumor an der Niere enfernt. Briatore: "Ich muss mich bei Gott bedanken, dass ich so ein Schwein gehabt habe. Hätte ich die Routine-Untersuchung nicht gemacht, wäre ich bald Geschichte gewesen. Ich werde mein Leben ändern."

Briatore will sich jetzt mehr seiner Freundin Elisabetta Gregoraci (26) widmen. Sogar an Hochzeit denkt er. "Nach so einem Einschnitt öffnest du automatisch dein Herz ein wenig mehr. Elisabetta hat einen sehr hohen Stellenwert in meinem Leben. Sie ist fantastisch."

Die große Frage aller Formel-1-Fans: Was wird aus Renault, wenn Briatore wirklich ernst macht? Außer ihm ist ja auch Superstar Alonso weg, der ab der Saison 2007 für Mercedes fährt. Gut möglich, dass Briatores jetziger Technikchef Pat Symonds, unter dem auch Schumi schon arbeitete, die Team-Leitung übernimmt. Der Briatore-Rücktritt – hoffentlich verliert die Formel 1 nach dem schillerndsten Teamchef jetzt nicht auch noch den besten Fahrer aller Zeiten.

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