Flecken-Fibel

Kein hoffnungsloser Fall Kein hoffnungsloser Fall

Flecken-Fibel

— 25.07.2002

Kein hoffnungsloser Fall

Ein nagelneuer Lupo mit hübscher gelber Innenraumverkleidung. Schön, so lange sie neu ist. Doch im Alter zieht der Grauschleier ein. Und Flecken und Dreck und Verdruss.

So schnell lässt sich putzen

Schön sind sie, die hellen Bezugsstoffe bei jungen Autos. Nach einiger Zeit macht sich aber meist ein grauer Schleier breit, Limonadeflecken und Schokoladenkrümel lassen den Innenraum rasch alt aussehen. Bestes Beispiel: unser gelber VW Lupo aus dem Dauertest-Fuhrpark. Nach einem Jahr im Dienst der Redaktion findet sich auf den Sitzen und Verkleidungen so ziemlich jede denkbare Verunreinigung.

Grund genug für einen Generalputz mit den bekannten Hausmitteln: Allzweckreiniger, Bürste, Schwamm, Lappen und Zahnbürste. Da selbst in den einfachsten Putzmitteln teilweise aggressive Chemikalien enthalten sind, tragen Putz-Profis stets Handschuhe. Hautausschläge und Juckreiz lassen sich so vermeiden. Den Anfang macht der Allzweckreiniger. Etwa zwei Kappen voll in den Eimer leeren und gut vermischen, bis es richtig schäumt. Der Schaum ist wichtig, weil dieser den Schmutz aus dem Gewebe saugt. Und zwar ziemlich gründlich, wie wir nach dem Trocknen sehen können. Allerdings ist diese Behandlung auch sehr arbeitsintensiv.

Schneller geht es mit Innenraumreiniger für etwa sechs Euro aus dem Zubehörhandel. Die schmutzige Fläche einschäumen, danach den Schaum einmassieren und nach kurzer Einwirkzeit die Reste ausbürsten oder absaugen. Wird nicht sofort alles sauber, einfach mit längerer Einwirkzeit erneut probieren. Die dritte und bequemste -Möglichkeit für die Innenraum-Aufbereitung bietet der Nassstaubsauger (erhältlich als Leihgabe in Drogerien). Er saugt die Feuchtigkeit aus den Polstern, langwieriges Trockenwischen gehört damit der Vergangenheit an. Fast so wichtig wie sämtliche Putzmittel sind Zeit und Geduld. Als Lohn winkt ein frisch rausgeputztes Auto, das – komisch – subjektiv wieder viel besser fährt ...

Das Polster-Flecken-Lexikon

Blut Schwierig, aber: Eiswürfel helfen. Das Eis ca. 30 Sekunden auf den Fleck legen und danach mit Eiswasser abtupfen. Nicht verreiben, sonst dringt das Blut noch tiefer in die Polster. Bei größeren Flecken Sodawasser ausprobieren.

Bonbons Alle Krümel aufsammeln und mit heißem Wasser die klebrigen Reste abreiben. Um sich mit dem Wasser nicht zu verbrühen, besser dicke Gummihandschuhe tragen. Allfällige farbige Rückstände mit Fleckenwasser behandeln.

Butter Auch hier hilft nur heißes Wasser (Gummihandschuhe!). So lange tupfen, bis sich bei der Fingerprobe keine Rückstände zwischen den Fingerspitzen zerreiben lassen. Ältere Butterrückstände mit Desinfektionsmittel behandeln.

Cola Lässt sich mit heißem Wasser aus dem Polster reiben. Auch hier unbedingt mit Handschuhen arbeiten! Nach der Reinigung mit Scheibenreiniger über die Putzstelle, sieht dann noch besser aus.

Filzstifte In Drogeriemärkten gibt es spezielle Entferner für Filzstift und Tinte. Angetrocknete Tinte lässt sich mit Haarspray perfekt entfernen. Aufsprühen, antrocknen lassen und danach ausbürsten. Schon sind die bunten Flecken wieder weg.

Hundehaare Ein Staubsauger mit sehr hoher Saugkraft hilft hier enorm. Eine grobe Bürste hilft bei unempfindlichen Stoffen. Tierhaare nicht mit Feuchtigkeit bekämpfen, die Haare ziehen mit der Nässe in die Polster ein.

Kaffee Schwarzer Kaffee lässt sich mit Allzweckreiniger und mit Hilfe eines Schwamms leicht entfernen. Den Vorgang mehrmals wiederholen, bis in den trockenen Putztüchern keine Reste mehr zu entdecken sind.

Milch Schnell abwischen, so kann man üble Gerüche vermeiden. Getrocknete Milch mit einem Gemisch aus Allzweckreiniger und Desinfektionsmittel gründlich aus den Polstern herauswischen, denn Rückstände führen zu Schimmelbildung.

Schmieröl Ist das Öl noch feucht, hilf grobkörnige Katzenstreu. Diese vorsichtig auf den Ölfleck drücken. Die Reste mit Allzweckreiniger aufschäumen und abtupfen, danach den Putzlappen in den Sondermüll.

Schokolade Erst mit einer Bürste die Reste entfernen, dann mit warmem Wasser und einem Tuch den Fleck auftupfen. Nicht verreiben, sonst wird er nur größer. Bei tieferen Schoko-Flecken hilft nur Fleckenwasser.

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