Flensburger Verkehrssünderkartei

Flensburger Verkehrssünderkartei

— 24.04.2012

Mehrheit gegen Reform

In 2013 soll die Flensburger Punktekartei für Verkehrsdelikte grundlegend
reformiert werden. Das Ergebnis einer Online-Umfrage: 78 Prozent der Befragten kann mit dem bisherigen System sehr gut leben.

In der Online-Umfrage des Marktforschungsinstituts TEMA-Q sollten die 196 Teilnehmer zunächst ihre Meinung zum bisherigen Flensburger Punktesystem äußern und dabei angeben, ob die für 2013 geplante Reform aus ihrer Sicht überhaupt notwendig ist. Nur eine Minderheit von 22 Prozent befürwortet eine grundlegende Reform. Die große Mehrheit von 78 Prozent vertritt stattdessen die Ansicht, dass das bisherige Punktesystem gut etabliert ist und daher keine bzw. nur leichte Anpassungen erforderlich wären. Bezogen auf das bisherige System wurde außerdem gefragt, ob der Führerschein-Entzug beim Erreichen von 18 Punkten ein angemessenes Strafmaß sei. Auch hier gibt es eine hohe Zustimmung. Drei Viertel der Autofahrer halten diese Regelung für richtig. Dies bestätigt die insgesamt hohe Akzeptanz des bisherigen Punktesystems.

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Nur eine Minderheit von 22 Prozent befürwortet eine grundlegende Reform des Flensburger Punktesystems.

©TEMA-Q

Über viele Details der geplanten Reform herrscht momentan noch Unklarheit. Einige Einzelheiten sind jedoch bereits bekannt geworden und wurden von TEMA-Q im Rahmen der Umfrage aufgegriffen. So sprechen sich 81 Prozent der Befragten dafür aus, dass jedes Delikt zukünftig einzeln verjähren soll, d.h. die Verlängerung der Tilgungszeit bei neuen Verstößen wird abgeschafft. Das Befahren einer Umweltzone ohne gültige Umweltplakette wird zukünftig nicht mehr mit Punkten, sondern nur noch mit einer Geldstrafe geahndet. Auch diese Neuregelung halten 80 Prozent der Autofahrer für richtig. Für die härtere Bestrafung von Handy-Telefonaten am Steuer gibt es ebenfalls eine Mehrheit. Sie fällt allerdings mit 63 Prozent weniger eindeutig aus. Schlussendlich ist festzuhalten, dass die geplante Punktereform grundsätzlich als nicht notwendig betrachtet wird, bestimmte Einzelheiten aber durchaus befürwortet werden.

Fotos: TEMA-Q

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