Förderung bei Öko-Auto-Kauf

Förderung bei Öko-Auto-Kauf

— 17.09.2008

Zuschuss vom Staat

Zinsgünstige Kredite für Geringverdiener sollen den Verkauf umweltfreundlicher Autos ankurbeln. Die große Koalition will dafür ein Förderprogramm in Höhe von 140 Millionen Euro auflegen. Pro Jahr.

Was beim Hauskauf oder der Renovierung von Wohneigentum möglich ist, soll nach Informationen von AUTO BILD auch beim Autokauf gelten: Billigkredite vom Staat sollen Geringverdienern den Kauf verbrauchsarmer Autos ermöglichen. Demnach will die große Koalition gemeinsam mit der staatseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein Förderprogramm in Höhe von jährlich 140 Millionen Euro auflegen. Bezieher niedriger Einkommen sollen so mit verbilligten Krediten verbrauchsarme Neuwagen der künftigen Energieeffizienzklasse A finanzieren können. Unter diese Klasse fallen alle Fahrzeuge, deren CO2-Ausstoß mindestens fünf Prozent (von 2012 an 25 Prozent) unter dem fahrzeugspezifischen Referenzwert liegt. Solche Neuwagen sollen jedoch nicht mehr als 25.000 Euro kosten.

Verbrauchsarme Neuwagen von der Kfz-Steuer befreien

"Wer nicht das dicke Geld verdient, der hat es am nötigsten, ein sparsames Auto zu fahren", begründet Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee gegenüber AUTO BILD das Vorhaben. CSU-Verkehrsexperte Andreas Scheurer sieht gleich drei Vorteile im geplanten KfW-Programm: "Mehr Wirtschaftlichkeit, mehr Umweltschutz und nicht zuletzt sichere Arbeitsplätze in der Automobilindustrie." In der Opposition regt sich hingegen Widerstand: "Es ist nicht die Aufgabe des Bundes, Geringverdiener mit verbilligten Krediten in die Verschuldung zu treiben", erklärt Grünen-Fraktionschefin Renate Künast. Stattdessen sollten verbrauchsarme Neuwagen von der Kfz-Steuer befreit werden. Mehr dazu am Freitag, 19. September, in AUTO BILD 38/2008.

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