Folgen von Wirbelsturm "Sandy"

Folgen von Wirbelsturm "Sandy"

— 02.11.2012

In New York wird das Benzin knapp

Am Tag vier nach Hurrikan "Sandy" stellt sich den New Yorkern ein neues Problem: Nach Stromausfall und Wasserknappheit mangelt es jetzt auch an Benzin.

(dpa) Einige Tage nach dem Wirbelsturm "Sandy" geht den New Yorkern nun auch noch das Benzin aus. "No Gas!", "kein Benzin", steht an immer mehr Tankstellen, an anderen bilden sich lange Schlangen. In einigen Teilen des Katastrophengebietes wird Treibstoff nur noch rationiert abgegeben. Und New Yorks Brgermeister Michael Bloomberg lsst eine Anordnung strikt durchsetzen: Wer mit dem Auto in die Stadt fahren mchte, muss mindestens drei Leute im Wagen haben. Polizisten haben die Brcken nach New York die Tunnel sind noch berflutet mit Straensperren verengt und schauen in jedes Auto. Wer nur zu zweit oder gar allein fhrt, wird gnadenlos herausgewinkt. Mit der Anordnung will Bloomberg das wenige Benzin in der Region besser nutzen und die Straen entlasten. Weil viele Gebiete noch berschwemmt, gesperrt oder beschdigt sind, staut sich der Verkehr in und nach Manhattan noch mehr als sonst.

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Ein zerstrter Jeep steht vor ausgebrannten Husern im New Yorker Stadtteil Queens.

Einige U-Bahnen fahren bereits wieder, aber nicht nach Sd-Manhattan und nicht zwischen den Stadtteilen. Wer von Manhattan nach Brooklyn oder Queens will, muss in den Bus umsteigen, der ber eine der Brcken fhrt. Doch auch die nach einem abgespeckten Fahrplan fahrenden Busse sind hoffnungslos berfllt, an manchen Haltestellen warten Hunderte Menschen auf einen Bus. Geringer Trost: Die Nutzung des Nahverkehrs ist nach wie vor kostenlos. Etwa 80 Prozent der Tankstellen, berichtete der Fernsehsender NBC, htten kein Benzin mehr oder keinen Strom, um es aus den Tanks zu pumpen. An den wenigen Tankstellen, die noch Treibstoff haben, bilden sich Schlangen von bis zu einem Kilometer Lnge. Polizisten sorgen fr Ordnung, weil sich immer wieder Autofahrer nach stundenlangem Warten in die Haare geraten. CBS berichtete, einer soll einen anderen sogar mit einer Pistole bedroht haben. Einige Autofahrer wrden 70 oder 80 Kilometer fahren, um eine Tankstelle mit Benzin zu finden, hie es. Abhilfe soll erst in Tagen kommen. Denn noch arbeiten die Raffinerien der Umgebung nach Sturmschden nicht oder nur eingeschrnkt. Und Tanker knnen die Hfen in New York und New Jersey noch nicht anfahren. Auch das soll sich aber schnell ndern.

3,5 Millionen Menschen ohne Strom

Taxis sind im Stadtteil Queens auf einer berfluteten  Strae gestrandet.

Die Zahl der Toten nach dem Wirbelsturm "Sandy" ist nach offiziellen Angaben auf mehr als 90 gestiegen. Und die Suche nach Vermissten geht weiter. In New York gingen weitere U-Bahnlinien wieder in Betrieb. Parks und Spielpltze sollen am Wochenende aufmachen. Noch immer leben Millionen Menschen ohne Strom, Licht, Heizung, Trinkwasser, funktionierende Telefone oder Toiletten. Allein in New York haben laut dem US-Nachrichtensender CNN rund 500.000 Menschen keinen Strom. An der US-Ostkste waren offiziellen Angaben zufolge noch immer fast 3,5 Millionen Menschen ohne diese Grundversorgung. Bis die Elektrizitt wieder funktioniert, kann es nach Angaben des Versorgers in einigen Gegenden noch bis zu zwei Wochen dauern. Nach Schtzungen der Bundesbehrden verursachte "Sandy" im Osten der USA einen Gesamtschaden von 20 Milliarden Dollar.

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Sturmschaden

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