Ford auf Sanierungskurs

Ford auf Sanierungskurs

— 08.12.2005

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Die "Detroit News" berichten über einen verschärften Sanierungsplan bei Ford. Sind jetzt 30.000 statt bislang 11.500 Jobs in Gefahr?

Der Sanierungsplan von Ford sieht offenbar deutlich größere Einschnitte vor als bislang angenommen. Der Autokonzern will einem US-Zeitungsbericht zufolge 25.000 bis 30.000 Arbeitsplätze in Nordamerika streichen. Mindestens zehn Autofabriken und -teilewerke würden innerhalb von fünf Jahren geschlossen, berichten die Detroit News in ihrer Onlineausgabe.

Mark Fields, der neue Präsident der amerikanischen Sparte und Schöpfer des Sanierungsplans "Way Forward", hat demnach dem Verwaltungsrat Details des Plans vorgestellt. Dieser sehe auch das Ausscheiden von Top-Managern vor. Fields soll das nordamerikanische Autogeschäft wieder ankurbeln und vor allem jüngere Käufer anlocken. Ford beschäftigte nach Darstellung der Zeitung Ende 2004 in Nordamerika rund 87.000 Arbeitnehmer, die der Automobilarbeiter-Gewerkschaft UAW angehören. In Kanada habe das Unternehmen 11.000 gewerkschaftlich vertretene Arbeiter. Es sei noch nicht endgültig entschieden, welche Werke geschlossen werden sollten.

Der zweitgrößte amerikanische Autohersteller nahm zu dem Bericht keine Stellung. Ford hatte bereits vorher angekündigt, daß im ersten Quartal 2006 rund 4000 Angestellte ihre Stelle verlieren werden, nachdem in diesem Jahr 2750 Angestellte nach Hause geschickt worden waren. Ford hat 2005 bislang Verluste in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar vor Steuern ausgewiesen. Im November ging der Absatz um 18 Prozent zurück. Das Unternehmen kämpft im heimischen Markt mit stark rückläufigen Absatzzahlen, vor allem bei großen Geländewagen und Pick-ups, sowie mit stark geschrumpften Marktanteilen.

In Deutschland läuft bereits ein Restrukturierungsprogramm des Herstellers. Das Unternehmen will seine Belegschaft (derzeit 19.000) um 1300 verkleinern. Weltmarktführer General Motors will in Nordamerika ebenfalls 30.000 Stellen streichen. Gleichzeitig sollen zwölf Werke geschlossen werden, um Überkapazitäten abzubauen.

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