Ford Evos Concept: IAA 2011

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Ford Evos Concept: IAA 2011

— 31.08.2011

Wird das der neue Capri?

Ford zeigt auf der IAA 2011 die formvollendete Studie Evos. Der aufregende Flügeltürer könnte der neue Capri werden – finden wir. Ford sieht das leider etwas anders. Unter der Haube des Evos steckt ein sparsames Doppelherz.

Ford rollt auf der IAA die Studie Evos Concept ins Rampenlicht. Auf den ersten Blick könnte man ihn als neuzeitlichen Wiedergänger des Capri aus den 60ern deuten. Doch die Bosse wiegeln ab. "Nein", so die Designer Martin Smith und Stefan Lamm, "der Evos wird kein neuer Capri." Er zeige lediglich, wohin bei Ford die Reise künftig geht – stilistisch, technologisch, weltweit. Vision hin, "Leuchtturm-Projekt" her: Ford könnte ein Serienauto à la Evos gut gebrauchen. Ob es am Ende Capri heißt: egal. Der – höflich formuliert – ein wenig aus den Fugen geratene Focus lechzt doch geradezu nach einem formvollendeten Bruder. Und formvollendet, das ist der Evos mehr als jeder andere Ford der jüngeren Vergangenheit.

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Video: Ford Evos Concept

Ford hebt ab

Fast glaubt man, im athletisch gespannten Dachbogen, den muskulösen Hüften, der sehnigen Fenstergrafik und dem hungrigen Kühlermaul ein wenig Trennungsschmerz über den Verlust der Schwester Jaguar zu erkennen. Aus manchen Perspektiven wirkt der gestreckte 4,50-Meter-Sportler wie ein zu heiß gewaschener XK. Was auch erklärt, warum wir ihn so schön finden: Die Proportionen sind klassisch, dampfen noblen Gran-Turismo-Glamour auf zeitgemäß kompakte Dimensionen ein. Ohne irgendwo irritiert hängen zu bleiben, fließt der Blick über die Karosserie, wird auf dem Weg nach achtern immer wieder kurz von spannenden Details gefesselt und perlt am zugespitzen Heck zufrieden ab. Design als Entertainment: großes Kino!

Überblick: Die Stars der IAA

Total vernetztes Cockpit: In naher Zukunft werden Ford-Modelle die "digitale Wolke" des Besitzers anzapfen.

Unter der Haube des Ford Evos steckt ein sparsames Doppelherz aus Benziner und Elektromotor, dessen Lithium-Ionen-Akku an der Steckdose geladen werden kann. Der Traum vom vernetzten Fahren könnte laut Interieur-Designer Ernst Reim schon bald in Erfüllung gehen: In naher Zukunft werden Ford-Modelle auf den Datenhighway abbiegen, die digitale "Wolke" des Besitzers anzapfen, seine Vorlieben erkennen und so die Grenzen zwischen bislang strikt getrennten "Lebensräumen" auflösen. Das Auto als verlängertes Zuhause quasi. Zeit, sich über Namen Gedanken zu machen, bleibt den "Kölschen Jungs" bis dahin noch genug. Die neue Designsprache läuft intern unter "Kinetic 2.0". Und auch für das Coupé ist Evos sicher nur ein Arbeitstitel. Wenn die Studie – hoffentlich schon bald – den Weg von der Premierenbühne auf das Produktionsband findet, böte sich bei aller Zukunfts-Zugewandtheit ein Rückgriff in die eigene Historie an. Ein rassiges Auto, sexy und bezahlbar: Capri würde da doch prima passen, oder?

Autor: Martin G. Puthz

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