Ford Explorer 2011: Vorstellung

Ford Explorer 2011: Vorstellung

— 27.07.2010

Nix für Europa

Die Zeit magerer Häppchen ist vorbei. Ford zeigt uns endlich die volle Breitseite des neuen Explorer. Der uralte V8 ist eingemottet, moderne Motoren halten Einzug. Ab Winter 2010 steht er in den USA beim Händler.

Beim ersten Blick auf den neuen Ford Explorer stutzt der Betrachter: Der Ami sieht von vorn verdächtig wie ein aufgeblasener Range Rover Evoque aus. Gut, spätestens in der Seitenansicht ist es vorbei mit den Ähnlichkeiten, und der Explorer ist auch zwei Nummern größer als der Brite. Der Wirbel um den Explorer in den USA ist dennoch riesig, er ist nämlich so etwas wie das Brot- und Butter-SUV der Amerikaner. Er ist groß (exakt fünf Meter lang und fast 2,30 Meter breit) und vor allem billig. Einen BMW X5 oder eine Mercedes M-Klasse kann sich längst nicht jeder leisten, aber ein Explorer für unter 30.000 Dollar (circa 22.500 Euro) geht (fast) immer. Und der Ford ist sogar eine Klasse größer.

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Fünf Meter misst der Explorer, dafür gerät der Auftritt elegant.

Wer jetzt darüber nachdenkt, sich einen Explorer zu kaufen, der muss schon einen Importeur bemühen, denn Ford hat es 2001 aufgegeben, das Dickschiff nach Europa zu bringen. Zu groß und vor allem zu durstig ist der "Entdecker" für deutsche Parkhäuser und Tankstellen. Denn bisher wuselte ein mehr oder minder großer V8 unter der Haube (zuletzt 4,6 Liter), der zwar wunderbar blubberte, aber soff wie ein Loch. Die V6-Motoren setzten ebenfalls auf Hubraum (vier Liter durften es gern sein) und waren auch nicht viel genügsamer. Genau das sollen die neuen Motoren viel besser können. Und, fast unglaublich für die USA: Das Basis-Aggregat hat nur vier Zylinder! In einem SUV! Und dazu aus Europa! Denn der 2,0-Liter-Vierzylinder mit Turbounterstützung (Ecoboost) kommt aus Spanien und leistet 237 PS und 340 Newtonmeter.

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Diverse Helfer wollen bedient werden, das zeigt das vollbepackte Lenkrad.

Der steht laut Ford nur mit Frontantrieb zur Verfügung. Allrad gibt es nur für Motor zwei Nummer: Der machte es amerikanisch-klassisch als Saugmotor mit 3,5-Litern Hubraum und 290 PS, die es auf 343 Nm bringen. Beide rollen mit einer Sechsstufen-Automatik vor und sollen 30 bzw. 20 Prozent weniger verbrauchen als die Vorgänger. Macht im Fall des Volumenmodells – und das wird der V6 sein – knapp unter zehn Liter auf dem Papier. Wie schon zahlreiche andere Mitglieder der Ford-Familie profitiert der Fahrer im Explorer künftig vom "My Ford"-Bedienkonzept, das die Bedienung aller wichtigen Funktionen zum Kinderspiel machen soll. Dabei kann der Fahrer selbst bestimmen, welche Infos er sich ins Zentraldisplay zwischen Tacho und Drehzahlmesser holt, die Steuerung erfolgt über Bedientasten ähnlich wie bei einem Mobiltelefon am Lenkrad oder über Spracheingabe.

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Dazu gibt es wie üblich in den USA jede Menge elektrische Helferlein. Auch bei der Sicherheit hat Ford ordentlich nachgelegt. So sind unter anderem ein Toter-Winkel-Assistent oder eine Geschwindigkeitsregelung mit Abstandswarner zu haben. Und der Explorer wird (mit Allradantrieb) richtig geländetauglich: Er bekommt das Terrain Response System von Land Rover, bei Ford "Terrain Management System" genannt. Per Drehknopf lässt sich der Antriebsmodus wählen, so wühlt sich der Explorer wohl auch durch groberes Terrain. Bis zum Winter 2010 müssen sich die US-Kunden noch gedulden, dann gibt es den neuen Explorer beim Händler.

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