Ford Explorer: Fahrbericht

Ford Explorer 3.5 V6 XLT Ford Explorer 3.5 V6 XLT Ford Explorer 3.5 V6 XLT

Ford Explorer 3.5 V6 XLT: Fahrbericht

— 28.11.2013

US-Roadtrip im Reise-Riesen

Der Explorer mag endlose Highways genauso gern wie riesige Schlammlöcher. 1000 Kilometer quer durch Kalifornien und Nevada im drittgrößten SUV von Ford.

In Deutschland wäre er ein mächtiges Auto. Fast zu groß für unsere Standard-Garagen und Parkhäuser. In den USA ist der bullige Explorer mit seinen exakt fünf Metern Länge lediglich das drittgrößte SUV von Ford – hinter Expedition und Flex. Bis zu 2285 Liter Gepäck schluckt der Explorer, sieben Personen finden in ihm Platz. Leider sitzen die auf etwas zu weichen, nicht sonderlich ergonomischen Ledersitzen. Dafür ist sie Sitzposition sehr hoch und vermittelt ein erhabenes Gefühl. Aufgrund extrem breiter C- und D-Säulen ist die Rundumsicht sehr schlecht.

Leiser, antrittsstarker Sechszylinder mit 294 PS

Dank seines "Terrain Management System" wühlt sich der Explorer gekonnt durch den Schlamm

Sobald man jedoch den 3.5 V6 anlässt, ist der erste Kummer verflogen. Das Aggregat ist bei gleichmäßiger Fahrt und im Stand flüsterleise und bringt das 2,13 Tonnen schwere SUV dank eines starker Antritts (346 Newtonmeter) äußerst flott nach vorn. Drückt der Fahrer das Gaspedal voll durch, klingt der 294 PS starke Sechszylinder schön knackig. Fahrwerk und Federung machen einen vernünftigen Eindruck. Die Sechsgang-Automatik schaltet weich und zielsicher zum jeweils richtigen Zeitpunkt. Auch die elektrische Lenkung liefert keinen Grund zur Beschwerde.

Highlights Los Angeles Auto Show

In den Straßen von Las Vegas macht das dicke Ford-SUV mit seinem wuchtigen Grill eine gute Figur

Der Explorer schluckt jede noch so große Bodenwelle, jedes Schlagloch und alle Rillen professionell. Fernab befestigter Wege zeigt er dann sein volles Potenzial: Mit den drei Fahrwerks-Modi "Schlamm", "Sand", oder "Schnee/Kies/Gras" des "Terrain Management Systems" (Standard in der Allrad-Version) kommt er souverän mit allen Untergründen zurecht. Auch unsere waghalsige Schlammtour in der Wüste Nevadas kann den Explorer nicht ansatzweise aus der Fassung bringen. Der Schlammmodus und die weiteren Assistenzsysteme leisten beste Arbeit. Bei normaler Fahrt steht der vierte Modus "Normal" zur Verfügung. Keinen Grund zur Freude liefert hingegen der Durchschnittsverbrauch. Mit 12,5 Litern (laut Bordcomputer) bei recht gleichmäßiger Highwayfahrt (meist rund 120 km/h) legt der bullige Offroader großen Durst an den Tag. Doch bei einem Einstiegspreis von 29.600 Dollar (rund 22.000 Euro!), darf man hier getrost ein Auge zudrücken.

Innenraum: Weiche Kunststoffe statt hartes Plastik

Plastik ade! Im Innenraum warten Leder und weiche Kunststoffe auf die Passagiere

Die Features im Innenraum wissen ebenfalls zu überzeugen. Über einen großen, zentralen Bildschirm lassen sich alle wichtigen Funktionen (Audio, Klimaanlage, Telefon etc.) intuitiv bedienen, das Info- und Entertainmentsystem "Ford Sync" inbegriffen. Smartphones können per Bluetooth schnell gekoppelt werden. Das Cockpit ist übersichtlich gestaltet, Plastik ist weichen Kunststoffen gewichen. Zwei USB-Anschlüsse sichern eine gute Vernetzung mit digitalen Geräten, je zwei Cupholder für Fahrer und Beifahrer gewährleisten eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme, falls man sich beim Spielen im Schlamm aus Versehen zu weit von der Zivilisation entfernt.

Technische Daten Ford Explorer 3.5 XLT AWD: • 294 PS • V6 • Allradantrieb • Sechsgang-Automatik • 12,5 Liter/100km (Verbrauch laut Bordcomputer) • 346 Nm bei 4000 Umdrehungen •  2285 Liter maximales Ladevolumen • LBH 5,00/2,00/1,80 Meter • umgerechnet 24.260 Euro (Preis des getesteten Modells)/umgerechnet 22.000 Euro für die Basisversion.
Boris Pieritz

Fazit

Wer einen USA-Urlaub plant, dabei viele Kilometer auf dem Highway abspulen und zugleich auch ein wenig Offroad-Abenteuer erleben will, kommt um den bulligen Ford Explorer nicht herum. Leiser Motor, gute Verarbeitung und ein sicheres Handling auf allen Belägen machen das US-SUV zu einer Allzweckwaffe. Für rund 200 Dollar für ein langes Wochenende bietet der Autovermieter Hertz den Explorer in den USA an.

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SUV

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