Ford Fiesta (2017): Sitzprobe

Ford Fiesta (2017): Vorstellung und Sitzprobe

— 01.12.2016

Der Fiesta kann auch rustikal

Der neue Ford Fiesta kann in der "Active"-Version erstmals richtig bodenständig. Dazu gibt's neue Assistenten, unter der Haube regieren Dreizylinder. Alle Infos!

➤ Vorstellung: Der Fiesta wird wieder sportlicher
Interieur: Erste Sitzprobe im neuen Fiesta (Update!)
Connectivity: Dank SYNC 3 voll vernetzt
Ausstattung: Erstmals eine Luxusversion und ein Crossover
Motoren und Preis: Benziner ausschließlich als Dreizylinder
Gebraucht: Die Preise sinken

Vorstellung: Der Fiesta wird wieder sportlicher

Die horizontalen Rückleuchten sind das wichtigste äußere Erkennungsmerkmal des neuen Fiesta.

Der Fiesta bekommt Druck von unten: Mit dem kommenden Ka+ rückt der frühere Kleinstwagen ziemlich nah an seinen größeren Bruder heran. Was tun? Im Zuge der neuen Produktstrategie wertet Ford im Gegenzug den Fiesta auf: höhere Qualität, feinere Materialien, mehr Ausstattung. Auch der Neue bleibt auf der bekannten Global B-Plattform, bei den Außenabmessungen legt der Fiesta um sieben Zentimeter Länge zu – der Radstand des Corsa- und Polo-Konkurrenten (bekommen beide ebenfalls demnächst Nachfolger) wächst um vier Millimeter, die Spurweite wird vorn um drei, hinten um einen Zentimeter gestreckt. Die Form bleibt bei der Neuauflage erhalten: Vom großen Kühlermaul bis zu den breiteren Radhäusern bleibt er der modische Keil, der er bislang auch war. Wer den Neuen auf Anhieb erkennen will, schaut ihm am besten auf den Hintern: Dort liegen die Rückleuchten jetzt waagerecht statt aufrecht wie bisher. Und: Künftig passen 18-Zöller an den Fiesta. Ein steiferer Querstabi vorn und die reibungsreduzierte Lenkung sollen aus dem Fiesta wieder den Dynamiker unter den Kleinen machen.

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Interieur: Erste Sitzprobe im neuen Fiesta und Fiesta Active

Der Innenraum des Fiesta wird deutlich aufgeräumter und hochwertiger.

Ford hat den Fiesta für viel Geld richtig aufgeräumt. Der Neue ist so edel geworden, dass man sich hütet, hier den Kaffee zu verschütten. Die Mittelkonsole bekam statt der wimmeligen Knöpfeleiste endlich einen stehenden Monitor, der zwischen 4,2 und acht Zoll im Topmodell misst. Die angekündigte Steuerung per Wischen beherrschte das System im Fotoauto noch nicht – bis zum Marktdebüt Mitte 2017 bleibt aber noch Zeit. Die Kunststoffe fassen sich durchweg eine Klasse besser an, die Armaturentafel ist jetzt ein durchgehendes Teil, das ohne Fugen auskommt. Was blieb gleich? Nach vorn sieht man immer noch schlecht, nach hinten durch das geschrumpfte Heckfenster sogar mieser. Und mehr Platz gibt es auch nicht – wie denn auch, bei fast gleichem Radstand. Auf der Rückbank lassen ein Opel Corsa oder ein Hyundai i20 mehr Raum für die Knie. Der Fiesta Active, die rustikale Version des Fiesta, unterscheidet sich im Innenraum nicht von der herkömmlichen Version mit zwei Zentimetern weniger Bodenfreiheit. Lediglich die Sitzbezüge und die farbigen Leisten im Cockpit verrieten im Fotoauto, dass es sich um den Pseudokraxler handelt.

Connectivity: Dank SYNC 3 voll vernetzt

Das Infotainmentsystem SYNC 3 hat Ford mit dem Facelift des Kuga vorgestellt. Ford verspricht die klassenbeste Auflösung der Displays, die Lichtstärke soll höher sein als bei der Konkurrenz. Audio, Navigation und Smartphones lassen sich per Spracheingabe und per Wischbewegungen wie im gelifteten Golf 7 steuern. B&O liefert auf Wunsch ein Soundsystem mit zehn Lautsprechern, inklusive Subwoofer und Mitteltöner in der Mittelkonsole.

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Ausstattung: Erstmals eine Luxusversion und ein Crossover

Die Schmuckleisten sind je nach Modell andersfarbig. Der Fiesta ST etwa kommt mit roten Akzenten.

Ford spreizt die Modellpalette des Fiesta: Erstmals gibt es eine luxuriöse "Vignale"-Ausstattung mit 18-Zoll-Leichtmetallrädern und gesteppten Ledersitzen. Die sportliche ST-Linie mit Leichtmetallrädern enthält Details wie spezielle Schürzen, Seitenschweller und Sportsitze sowie ein Sportfahrwerk und Scheibenbremsen. Als erstes Crossover-Modell innerhalb der Fiesta-Baureihe kommt der "Active" – mit robustem Offroadlook und um zwei Zentimeter höhergelegter Karosserie. Technisch rüstet Ford auf, zwei Kamera-, drei Radar- und zwölf Ultraschall-Einheiten bilden die Basis für die neuen Fahrerassistenten. Die Sensoren tasten den kompletten Bereich um das Auto ab, bei Geradeausfahrt bis 130 Meter vor dem Fahrzeug. Der Fiesta erkennt künftig kreuzende Fußgänger, parkt selbstständig ein, erkennt Verkehrsschilder und hängt sich an den vorfahrenden Verkehr. In Summe bietet Ford 15 Assistenten an.

Motoren: Benziner ausschließlich als Dreizylinder

Downsizing ist eines der großen Themen beim Fiesta. Unter der Haube stecken meist alte Bekannte, alle Benziner sind inzwischen Dreizylinder: der 1,0-Liter-Ecoboost mit 100, 125 und 140 PS sowie ein neuer 1,1-Liter-Sparzwerg mit 70 und 85 PS. Die Diesel für Flotten- und Exportfahrzeuge haben vier Zylinder und 1,5 Liter, heraus kommen 85 und erstmals 120 PS. Alle bieten Start-Stopp, aber nur der 100-PS-Benziner gegen Aufpreis eine Automatik. Auch eine ST-Version mit 200 PS soll wieder angeboten werden. Und beim Preis tut sich was: Da der Ka+ inzwischen 9990 Euro kostet, wird der aktuelle Einstiegspreis von 12.500 Euro wahrscheinlich auf mindestens 14.000 Euro steigen – und der Fiesta auf stärkere Aufholjagd mit teureren Kleinwagen gehen.

Ford Fiesta (2017): Sitzprobe

Gebrauchtwagen: Die Preise sinken

Seit dem Facelift 2012 hat der Fiesta den großen Kühlergrill und einen Dreizylinder-Ecoboost-Motor.

Ab rund 4000 Euro bekommt man im November 2016 einen Fiesta der aktuellen Generation mit weniger als 100.000 Kilometer auf dem Tacho. Die Preise dürften mit der Einführung des neuen Modells sogar noch sinken. Seit 2008 ist der Fiesta auf dem Markt, 2012 bekam er ein Facelift und damit das aktuelle Markengesicht. Mit dem Fiesta vom Typ JA8 (60 bis 134 PS stark) macht man wenig falsch – ab und an stören entladene Batterien, versagende Fensterheber, erhöhter Glühlampenverschleiß und eine ruckelnde Automatik. Kaufinteressenten sollten vor allem auf rostige Bremsleitungen und Ölverlust bei Fahrzeugen über fünf Jahre achten.
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Autoren: , Joachim Staat

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