Ford Fiesta Ghia 1.6 Automatik

Ford Fiesta 1.6 Ghia Automatik Ford Fiesta 1.6 Ghia Automatik

Ford Fiesta Ghia 1.6 Automatik

— 31.08.2004

Ford schaltet um

Ford spendiert dem kleinen Fiesta ein bißchen große Welt: Die 100-PS-Version gibt es jetzt mit neuer Vierstufenautomatik.

Automatik nur für sanftes Fahren geeignet

Ein Diesel ist lahm; und Automatikgetriebe sind nur etwas für Rentner und große, schwere Limousinen. Da haben wir sie: zwei der hartnäckigsten Vorurteile in Sachen Automobil. Na ja, das mit dem Diesel kann mittlerweile als widerlegt gelten, aber die Sache mit der Automatik? In Kleinwagen wie dem Ford Fiesta wird immer noch vorwiegend per Hand geschaltet. Nur 5,9 Prozent der Käufer sind bereit, für das bequemere Fahren 1125 Euro Aufpreis zu zahlen. Bei der fast gleich teuren Klimaanlage (1110 Euro) sitzt das Geld jedoch viel lockerer. "Klimaanlagen", so ein Ford-Sprecher, "zählen zu den begehrtesten Extras". Daran wird sich so schnell auch nichts ändern.

Dennoch möchte Ford den Anteil der Automatik-Fahrzeuge beim Fiesta kontinuierlich steigern – mit Hilfe der neuen, elektronisch geregelten Durashift-Automatik. Erhältlich ist sie jedoch nur in Verbindung mit dem 100 PS starken 1600er-Motor. Ford weiß, warum. Wir jetzt auch. Denn die an sich lebhafte Maschine verliert in Kombination mit der Automatik spürbar an Agilität. Für den Spurt von null auf 100 km/h vergehen lange 11,7 Sekunden. Der gleich starke Handschalter schafft diese Disziplin deutlich schneller: in 10,4 Sekunden.

Dabei wird die Automatik von einer schlauen Elektronik kontrolliert, die auf den Fahrstil des Fahrers reagieren kann. Ständig werden Gaspedalstellung, Motordrehzahl und Fahrzeuggeschwindigkeit miteinander abgeglichen. Die Elektronik erkennt so unterschiedliche Fahrzustände und kann die Schaltpunkte darauf abstimmen. So weit die Theorie. In der Praxis funktioniert das aber nur bei einer ausgeglichenen, ruhigen Fahrweise. Dann wechselt die Automatik sanft die Gänge, dann passen die Anschlüsse.

Technische Daten und Bewertung

Bei ruppiger Fahrweise mit häufigen Wechseln zwischen Beschleunigen und Bremsen verliert auch die Automatik schnell ihre Gelassenheit. Sie schaltet hart und nervös. Sportlichen Fahrern wird das nicht gefallen. Souverän ist die Automatik nur beim Dahinrollen. Doch auch dann schluckt unser Testwagen im Schnitt 8,1 Liter Super. Damit bestätigt er (leider) ein drittes Vorurteil – das vom hohen Verbrauch der Automatikfahrzeuge. Denn ein 100-PS-Fiesta mit normalem Fünfganggetriebe benötigt nur 7,3 Liter.

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