Ford Fiesta ST (2018): Infos und Test

Ford Fiesta ST (2018): Infos und Test

Ford Fiesta ST (2018): Preis, Daten, Sound, Test

Im Fiesta ST macht Downsizing Spaß!

Ford traut sich was und bringt den Fiesta ST mit nur drei Zylindern. AUTO BILD ist den 200 PS starken Mini-Sportler gefahren – und ist begeistert!
Vorstellung
➤ Inenraum
Fahren (Update!)
Ausstattung
Connectivity
Motor

Vorstellung: Erster sportlicher Ford mit Dreizylindermotor

Das Sportfahrwerk verändert seine Härte je nach Fahrprogramm (Normal, Sport, Track).

Ford bringt mit dem Fiesta ST sein erstes Sportmodell mit einem Dreizylindermotor. Dank Turboaufladung leistet der 1,5 Liter große EcoBoost-Benziner 200 PS und stemmt 290 Nm maximales Drehmoment. Zudem verfügt der Motor über eine Zylinderabschaltung, läuft also im Teillastbereich auf nur zwei Töpfen. Den Standardsprint auf Tempo 100 soll der Sport-Fiesta in 6,7 Sekunden schaffen. Währenddessen sitzen Fahrer und Beifahrer auf konturierten Sportsitzen von Recaro. Für den passenden Sound soll eine aktive Auspuffanlage sorgen, die elektronisch den Motorklang verstärkt. Das Sportfahrwerk stammt von der Sportabteilung Ford Performance und verändert seine Härte je nach Fahrprogramm (Normal, Sport, Track). Die Fahrmodi kommen, genau wie die Benzineinspritzung, auch im Supersportler Ford GT und im Focus RS zum Einsatz. Der ST ist seit Mai 2018 auf dem Markt und kostet ab 22.100 Euro.

Interieur: Erste Sitzprobe

Das Cockpit im ST ist größtenteils identisch mit dem des Brot-und-Butter-Fiesta.

Leider ließ Ford uns auf dem Autosalon Genf 2017 noch nicht auf den sportlich geformten Recaro-Sitzen Platz nehmen, wir mussten mit dem Türschweller vorliebnehmen – Messeauto halt, und dazu noch ein Einzelstück. Trotzdem hatten wir Gelegenheit für einen ausführlichen Cockpit-Check: Das Interieur ist größtenteils identisch mit dem des Standard-Fiesta. Die Sporsitze und das unten abgeflachte Leder-Lenkrad mit ST-Schriftzug machen den Unterschied. Um weitere ST-Eigenheiten zu erkennen, muss man schon genau hinschauen: Da wäre die Kontrastnaht auf dem Schaltsack oder das in Rot gehaltene Schaltschema auf dem Schaltknüppel. Ford verspricht allerdings vielfältige Individualisierungsoptionen, vielleicht kann man dann noch mehr herausholen.

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Fahren: Im Fiesta ST macht Downsizing Spaß!

Der Fiesta ST schafft den Spagat zwischen Sport und Komfort.

AUTO BILD hatte im Rahmen der Rallye Deutschland 2018 die Möglichkeit, den neuen Ford Fiesta ST zu fahren: Das Downsizing-Aggregat sorgt beim Blick auf das Datenblatt für Skepsis. Sobald man aber den Startknopf drückt, den kernigen Klang des Dreizylindermotors hört und ein paar Meter gefahren ist, sind alle Bedenken verflogen. Der Dreizylinder dreht freudig hoch und entwickelt in allen Bereichen ordentlich Druck. Erst ab 5500 Umdrehungen lässt die Kraft nach. Man merkt auch kaum, dass der Motor dank Zylinderabschaltung oft nur auf zwei Töpfen läuft. Das Sechsgangschaltgetriebe gefällt mit seinen kurzen und exakten Schaltwegen, der Metallknüppel liegt gut in der Hand. Die Top-Geschwindigkeit von 232 km/h ist zügig erreicht, währenddessen brummelt der Kleine wie ein Großer und knallt beim Lastwechsel auch gerne mal aus dem Doppelendrohr. Schaltet man in den Sport- oder gar in den Track-Modus, tönt es aus dem Klappenauspuff nochmals deutlich aggressiver. Trotzdem wird der Motor auch bei hohen Geschwindigkeiten nie so vorlaut, dass es unangenehm wird. 
Zur Langstreckentauglichkeit tragen auch die Sportsitze bei, die den Spagat zwischen Seitenhalt und Bequemlichkeit perfekt beherrschen. Außerdem haben die Kölner Ingenieure das Fahrwerk mit Hilfe von neuen Dämpfern deutlich komfortabler abgestimmt. So machen auch längere Autobahnetappen Spaß. Im Sportmodus wird die ohnehin schon direkte Lenkung nochmals nachgeschärft. Insgesamt fährt sich der Sport-Fiesta sehr berechenbar und folgt den Lenkbefehlen ohne Wenn und Aber.

Ausstattung: Fiesta ST mit drei Fahrmodi

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Im neuen Fiesta ST stehen die drei Fahrmodi Normal, Sport und Track zur Auswahl. Auf Knopfdruck ändert sich dann das Ansprechverhalten von Motor und Lenkung, die Einstellung der elektronischen Stabilitätskontrolle und der Auspuffklang. Den sportlichen Kleinwagen soll man so gut wie möglich an die eigenen Vorstellungen anpassen können. Darum bietet Ford verschiedene Zierelemente für Schalthebel, Lenkrad, Türgriffe und Armaturenbrett sowie verschiedene Ausstattungspakete an. Außerdem gibt es den neuen Farbton "Liquid Blue". Die speziell für den Fiesta ST gestalteten 18-Zoll-Alufelgen sind teilweise in Wagenfarbe lackiert.

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Connectivity: Intuitive Steuerung des Infotainments

Wie im regulären Fiesta kommt auch in der ST-Variante das aktuelle Ford-Infotainment Sync 3 zum Einsatz. Handy, Navi und Radio lassen sich per Sprachbefehl steuern, Apple CarPlay und Android Auto werden unterstützt. Je nach Ausstattung ist der zentrale Touchscreen bis zu acht Zoll groß und lässt sich mit den vom Smartphone oder Tablet bekannten Wischgesten und Fingerbewegungen steuern.

Motor: 1,5-Liter-Motor leistet 200 PS

Ford verspricht bereits bei niedrigen Drehzahlen ein hohes Drehmoment.

Der neu entwickelte 1,5-Liter-Dreizylindermotor leistet 200 PS und 290 Nm maximales Drehmoment. Laut Ford sei der neue EcoBoost-Benziner besonders sparsam, ohne dass der Fahrspaß auf der Strecke bleibt. Heißt in der Praxis: Bereits bei niedrigen Drehzahlen gibt es ein hohes Drehmoment. Der Ford Fiesta ST kommt mit Zylinderabschaltung: Wenn nicht die volle Leistung gebraucht wird, schaltet sich ein Zylinder automatisch aus. Im Auto soll man davon nichts merken. Das System ist bereits beim Einliter-EcoBoost im Einsatz.

Ford Fiesta ST (2018): Infos und Test

Autoren: Elias Holdenried, Katharina Berndt, , Joachim Staat

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