Ford Fiesta ST200 (2016): Fahrbericht, Preis

Ford Fiesta ST200 (2016): Fahrbericht

— 15.06.2016

Teilchen-Beschleuniger

1,6 Liter Hubraum und 200 PS reichen locker aus, um einen 1163 kg leichten Kleinwagen angemessen zu motorisieren. In Sachen Fahrspaß kann dem putzmunteren Ford Fiesta ST200 keiner das Wasser reichen!

Mit asphaltgrauem Lack und mattschwarzen Rädern unterscheidet sich der 200er vom ST.

Das neue Topmodell des in Europa bisher rund 30.000 Mal verkauften Fiesta ST schmückt sich mit dem Kürzel 200 – und unterscheidet sich von außen nur farblich vom normalen ST: Das Sondermodell gibt sich per asphaltgrauem Lack, mattschwarz lackierten Rädern und roten Bremssätteln zu erkennen. Auch im Innenraum verraten lediglich Details das Sondermodell: Plastikplakette in der Mittelkonsole, farbige Ziernähte, beleuchtete Einstiegsleisten.
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Ansonsten ist alles wie gehabt: Das leicht angestaubte Interieur des zuletzt 2012 facegelifteten Fiesta ist bekannt, die Sitzposition in den stark konturierten Recaros einen Tick zu hoch. Die tiefschürfendste Änderung findet sich unter der Haube. Der knuffige Kleine kraftmeiert krass: Statt 182 PS und 240 Newtonmetern wie beim normalen ST, stehen dank elektronischer Optimierung 200 PS und 290 Newtonmeter zur Verfügung – im kurzzeitigen Overboost-Betrieb sogar 215  PS und 320 Newtonmeter.

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Der Pilot kommt aus dem Grinsen kaum mehr heraus

Stark konturierte Recaros, das ST-Logo auf dem bekannten Cockpit vom Fiesta.

Per Knopfdruck erwacht das leistungsgesteigerte Aggregat zum Leben, springt hungrig aus dem Startblock, kennt ab 3000 Umdrehungen kein Halten mehr und räubert in 6,7 Sekunden auf 100 km/h – der Standard-ST benötigt zwei Zehntel mehr. Der Pilot gibt freudig Vollgas, schubst den Handschalthebel durch präzise geführte Gassen und kommt aus dem Grinsen kaum wieder heraus. Dank verkürzter Getriebeübersetzung geht das aufgeladene Aggregat noch nachdrücklicher zur Sache – und dreht mit Hurra in den roten Bereich. Rotziges Vierzylinder-Bellen und wildes Turbo-Zischeln unterstreichen die Bissigkeit des kleinen, aber quicklebendigen 1,6-Liter-Motors. Erst im sechsten Gang erlahmt der Elan etwas – 230 km/h Spitze (sieben km/h mehr als beim normalen ST) sind aber nicht zu verachten. Mit Verve fegen wir über die kurvigen, aber gut ausgebauten Landstraßen der französischen Seealpen. Derlei Terrain mag das wendige Wiesel am liebsten: Kurven dürfen ohne Reue hart angebremst werden, ab dem Scheitelpunkt kann der Pilot umgehend wieder aufs Gas trampeln – ohne Traktionsdefizite zieht sich der sportive Knirps aus der Biegung. Nur Spitzkehren zeigen die Grenzen des per optimierter Torque Vectoring Control dynamisierten Frontscharrers auf.

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Der 200er kostet 4000 Euro mehr als der ST

200 PS und 290 Newtonmeter maximales Drehmoment stehen beim kleinen Flitzer parat.

4000 Euro mehr als der unverändert angebotene Fiesta ST kostet das 200er-Modell. Das ist einerseits ein happiger Aufpreis – andererseits eine der günstigsten Möglichkeiten, einen veritablen Sportwagen-Schreck zu fahren. Der sich wahrscheinlich rar macht: Vielleicht sind vom Fiesta ST in Deutschland nur 500 Exemplare erhältlich. Vielleicht aber auch nicht – wenn die Nachfrage deutlich höher ausfällt als erwartet, produziert Ford eventuell nach.

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Fazit

Auch wenn es in der Kleinwagen-Klasse stärkere Mitbewerber gibt – in Sachen Fahrspaß kann dem putzmunteren Ford Fiesta ST keiner das Wasser reichen. Der zugespitzte ST200 legt performancemäßig noch eine Schippe drauf – lässt sich Extra-Muckis und Exklusivität aber teuer bezahlen.

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