Müdigkeitswarner im Ford Focus

Ford Focus: Müdigkeitswarner

— 11.05.2011

"Warnung – Fahrer müde"

Ford verbaut erstmals in der Kompaktklasse einen Müdigkeitswarner. Im Focus soll er Unfälle vermeiden helfen. Allerdings wird er nur im Paket mit anderen Systemen geliefert.

Einer von fünf schweren Autounfällen ist laut Statistik der Tatsache geschuldet, dass der Fahrer am Steuer eingeschlafen ist. Bei tausenden von Unfällen in Europa in jedem Jahr kommt da eine große Zahl von Unfällen zusammen, die mit einem Müdigkeitswarner vermieden werden könnten. Genau deshalb bietet Ford als erster Hersteller in der Kompaktklasse im Focus ein solches System an. Der Fahrer kann das System über das Steuermenü mit den Lenkradtasten aktivieren oder deaktivieren. Das System bewertet den Fahrstil – und damit die Konzentration des Fahrers – über den statistischen Abgleich der Daten der Frontkamera (Fahrzeugposition in der Fahrspur) mit fahrzeuginternen Daten (wie beispielsweise dem Gierverhalten) bewertet. "Wenn Fahrer schläfrig werden, kommen sie oftmals etwas von der Fahrspur ab und bewegen dann abrupt das Lenkrad, um wieder in die Fahrspur zurückzufinden. Genau dieses Fahrverhalten wird vom Müdigkeitswarner erkannt", erklärt Ingenieurin Margareta Nieh, die den Müdigkeitswarner mitentwickelt hat.

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Unterschreitet die Konzentration des Fahrers einen Schwellenwert, der auf zunehmende Müdigkeit schließen lässt, blendet das System zunächst für ungefähr zehn Sekunden einen gelb unterlegten Hinweis ein: "Warnung – Fahrer müde – Rast empfohlen". Sollte der Fahrer diese erste Warnung ignorieren und weiterhin ein unaufmerksames Fahrverhalten zeigen, so erscheint ein zweiter, rot unterlegter Hinweis: "Warnung – Fahrer müde – Bitte Rast!". In diesem Falle bleibt die Warnung länger bestehen, in beiden Fällen gibt es einen Warnton. Kleiner Nachteil an der Sache: Wer den Müdigkeitswarner im Focus ordert, muss zum Fahrer-Assistenzpaket II greifen, das erst ab der Ausstattung "Trend" verfügbar ist und dann 1375 Euro kostet. Dafür sind dann unter anderem zusätzlich ein Fahrspur-Assistent, ein Toter-Winkel-Assistent oder ein Verkehrsschild-Erkennungssystem an Bord.

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