Ford GT (2017): Sitzprobe

Ford GT (2017): Sitzprobe

— 10.01.2017

Verdammt enge Kiste, der GT

600 PS, Mittelmotor, aktive Aerodynamik: Der Ford GT ist zurück. Zwei Jahre nach seinem Debüt durfte AUTO BILD ins Cockpit. Erste Sitzprobe!

Die Luftungsdüsen sitzen in den Türen – woanders war wahrscheinlich kein Platz mehr.

Seit zwei Jahren geistert der Ford GT nun schon durch die Schlagzeilen, trotz strengster Geheimhaltung. 2015 war er die Überraschungsneuheit in Detroit, dann musste sich die willige Kundschaft vor der Bestellung als würdig erweisen. GT-Prototypen wurden von der Polizei angehalten, und zuletzt gab es Gerüchte um den Benzinverbrauch, der trotz des Ecoboost-V6 genauso hoch sein soll wie beim Vorgänger mit V8-Kompressor. Für ein Auto, das noch nicht mal auf dem Markt ist, ist das keine schlechte Medien-Vita. Kurz vor der Markteinführung (Anfang 2017) des 600 PS starken Mittelmotorsportwagens durfte AUTO BILD endlich ins Cockpit!

Ford GT (2017): Vorstellung

Ford GT (2016): Vorschau und Marktstart Ford GT (2016): Vorschau und Marktstart Ford GT (2016): Vorschau und Marktstart
Premiere ist auf der NAIAS in Detroit (8. bis 22. Januar 2017)

Die Fahrgastzelle des GT ist verdammt schmal

Der Einstieg in so einen Hochkaräter mit Flügeltüren ist immer wieder ein Erlebnis. Warum? Weil die Schweller so breit sind – was wiederum der Karosserieform geschuldet ist. Rechtes Bein rein, klein falten, linkes Bein nachziehen. Alles erschwert dadurch, dass die Fahrgastzelle des GT verdammt schmal ist und man unter der Tür wie in einen Tunnel hineinkriecht. Ganz sicher nicht alltagstauglich.

Ford-Neuheiten bis 2020

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Vorschau und Marktstart: Ford GT

Der GT lässt sich komplett übers Lenkrad bedienen

Im spartanischen Cockpit sitzen Fahrer und Beifahrer Schulter an Schulter.

Hat man den Einstieg erfolgreich hinter sich gebracht, sollte man sich auf bescheidene Platzverhältnisse einstellen. Fahrer und Beifahrer sitzen praktisch ohne jeden Respektabstand nebeneinander – fülligere GT-Besitzer sollten sich schlanke Beifahrer suchen oder alleine fahren. Auch die Kopffreiheit ist mau. Wer über 1,90 Meter ist, kann den Kopf einfach nicht gerade halten – aber egal! Der Rest des Cockpits ist zwar schlicht, macht aber eine gute Figur. Über das Lenkrad lässt sich der GT im Grunde komplett bedienen: Vom Fernlicht über Scheibenwischer, Radio und Spracheingabe bis hin zu den Blinkern – hier geht alles, ohne den Blick von der Straße (oder der Rennstrecke) nehmen zu müssen. Gerade die Stellregler für Modus und Scheibenwischer wirken massiv und wertig. Müssen sie aber auch – bei rund 300.000 Euro Grundpreis. Der restliche Innenraum ist spartanisch. Das mittige Display ist klein, per Drehknopf lässt sich die Klimaanlage einstellen. Das ist schon ziemlich oldschool – und passt wunderbar zum Charakter des GT, der die Gegenwart auf eine vorurteilsfreie Weise mit der Vergangenheit verbindet. So, und jetzt wird's Zeit für die nächste Schlagzeile: Dafür muss der GT aber fahren. AUTO BILD bleibt dran!

Ford GT (2017): Sitzprobe

Peter R. Fischer

Peter R. Fischer

Fazit

Der Innenraum des Ford GT ist spartanisch und funktional, sieht super aus – ist aber eine verdammt enge Supersportwagen-Höhle. Aber mal ehrlich: Das wäre mir völlig egal, wenn ich den Schlüssel hätte!

Stichworte:

Sportwagen

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