Ford Iosis Max in Genf 2009

Ford Iosis Max Ford Iosis Max

Ford Iosis Max in Genf 2009

— 02.03.2009

Kinetic, Stufe drei

Iosis, die Dritte: Ford treibt mit einer neuen Studie auf dem Genfer Salon 2009 das Kinetic-Design auf die Spitze. Optische Anleihen dürften sich in der nächsten Generation des C-Max wiederfinden.

Iosis – da war doch was? Genau, bereits 2005 auf der IAA stand die erste Studie, die Ford auf diesen Namen taufte. Zum ersten Mal setzte Ford auf das Kinetic-Design, das jetzt die Optik aller aktuellen Modelle prägt. Es folgte der IosisX als Kuga-Vorläufer ein Jahr später, jetzt zaubert Ford Nummer drei aus dem Hut. Und wie: Mit dem Iosis Max treibt Ford auf dem 79. Genfer Salon das Kinetic-Konzept auf die Spitze. Als Multi-Activity-Vehicle (MAV) sieht der Iosis Max nicht nur bärenstark aus, er bietet auch jede Menge Technik für die nahe Zukunft mit leichten Werkstoffen und neuen Motoren. Natürlich hat die Studie in dieser Form keine Chance in Serie zu gehen, doch Ford versteht den Iosis Max als konsequente Weiterentwicklung des Kinetic-Design.

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Der Blick auf die Dachkonstruktion bleibt bewusst offen und dient als Designelement.

Ford wollte weg vom typischen Kastendesign kompakter Vans, entsprechend kurvenreich fällt das Blechkleid aus. Um den Iosis Max dynamischer wirken zu lassen, haben sich die Designer viel einfallen lassen. Angefangen beim Grill, in dessen Trapez drei horizontale Chromzierleisten integriert sind, über den Stoßfänger, der zwar wuchtig ist, aber von schmalen LED-Leuchtbändern als Tagfahrlicht entzerrt wird, bis zu den blau eingefärbten Scheinwerfern, die weit nach hinten gezogen sind. So wirkt die Studie eher wie ein Sportwagen und hat wenig von einem Van. Eine neuartige Kinematik für die Motorhaube soll nicht nur den Fußgängerschutz optimieren, sondern auch den Zugang zum Maschinenraum erleichtern. Außerdem wird reichlich Glas verbaut. Die flache Frontscheibe zieht sich ins Dach und reicht fast bis zur Heckklappe. Dabei erhält der Betrachter am Lac Léman einen Blick auf die Struktur der Dachpartie – ein gewollter Effekt, betonen die Designer.

Aufwändige Türkonstruktion

Willkommen im Space Shuttle: Das Kombiinstrument wirkt wie aus dem Raunschiff Enterprise.

Die Seitenlinie mit schmaler, ansteigender Fensterlinie macht ganz auf Coupé, eine B-Säule entfällt ebenso wie Außenspiegel, deren Aufgabe Rückfahrkameras übernehmen. Während die vorderen Türen konventionell nach vorn öffnen, gleiten die hinteren mit Hilfe von Scharnieren nach hinten. Einsteigen ganz leicht gemacht, Ford nennt das Ganze "barrierefrei". Die C-Säule im sogenannten "Schwibbogen-Design" mit einer schnittigen C-Säule sieht nicht nur gut aus, sondern soll den vorbeiströmenden Fahrtwind besonders nah an der Heckklappe vorbeileiten. Das sorgt laut Ford gemeinsam mit dem Dachspoiler für eine besonders effiziente Aerodynamik. Weit in die hinteren Kotflügel gezogene Rückleuchten betonen den Sportsgeist ebenso wie fette 19-Zöller, die wegen des geringeren Gewichts zweiteilig gefertigt werden. LED-Technik leuchtet den Einstiegsbereich bei Dunkelheit aus. Eine Besonderheit ist auch die Heckklappe: Sie reicht weit in den Dachbereich hinein und gibt eine riesige Öffnung frei, bei Bedarf lässt sich die Heckscheibe separat aufklappen.

Karbonsitze mit Nylon

Innen gehen die Design-Festspiele weiter, der Iosis Max wirkt so luftig wie ein frisches Croissant. Das liegt zum Teil an der "fließenden" und extrem luftig gehaltenen Sitzkonstruktion, die mehr an das Gestühl in einem Kampfjet erinnert als an schnöde Autositze. Die leichte Karbonstruktur  – Ford bezeichnet die Konstruktion als freischwebend – ist mit Nylonnetzen bespannt. Luftig leicht auch der Armaturenträger, der sich scheinbar freischwebend nach hinten um die Passagiere zieht und in spiralenförmigen Haltegriffen endet, die wie ein Luftwirbel in die Türverkleidungen übergehen. Die Mittelkonsole zieht sich wie ein ausgerolltes Band vom Armaturenträger bis zu den Rücksitzen, die Bedienung erfolgt über ein in Plexiglas gebettetes Touch-Screen-Display. Dabei bleibt der Fahrzeugboden topfeben. Passend zur "Limelight" genannten Lackierung ist das Interieur in Gelb und Grau gehalten, aufgepeppt mit Chrom. Als Kontrast dazu dient das blau illuminierte Kombiinstrument, das den Fahrer mit den wichtigsten Infos versorgt.

Neue Motorengeneration kommt 2010

Unter der Haube mit neuartiger Kinematik sitzt ein neuer Turbomotor, der bereits 2010 in Serie kommt.

Auch unter der Haube gewährt Ford einen Blick in die (nahe) Zukunft. Dort sitzt ein Aggregat aus der neuen EcoBoost-Generation mit Benzindirekteinspritzung und Turboaufladung, das aus bescheidenen 1,6-Litern Hubraum 180 Pferdchen kitzelt. Zusätzlich helfen ein neues Auto-Start-Stopp-System inklusive intelligenter Lichtmaschine und das bereits bekannte PowerShift-Doppelkupplungsgetriebe beim sparen, erste Testsimulationen versprechen laut Ford eine Reduzierung des C02-Ausstoßes auf 125 Gramm pro Kilometer. Dazu sollen auch das geringe Gewicht, die ausgefeilte Aerodynamik, rollwiderstandsreduzierte Reifen und aktive Kühllufteinlässe beitragen. Während die Studie Iosis Max nach ihrem Auftritt in Genf so nie in Serie gehen wird, kommen die neuen Turbo-Motoren mit Downsizing-Konzept bereits 2010.

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