Ford Ka+ (2016): Fahrbericht

Ford Ka+ (2016): Fahrbericht

— 23.09.2016

Kleiner Pragmatiker

Als Fünftürer heißt Fords Kleinstwagen Ka+ und legt ordentlich an Größe zu. Wie sich das Auto auf der Straße macht, klärt die erste Fahrt.

Kleiner ist schöner ist besser. So warb Ford bei der Einführung des ersten Ka 1996. Schluss damit. Ford folgt nun dem weltweiten Trend zu fünftürigen, günstigen und schlichten Kleinwagen. Den Ka+ gibt es nur noch mit fünf Türen. AUTO BILD ist den Kleinwagen gefahren.
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Genug Platz für Kopf und Knie

Der Innenraum ist schlicht eingerichtet, bietet aber mehr Platz als andere Autos dieser Klasse.

Mit einer Länge von 3,93 Metern ist der Ka+ gegenüber seinem Vorgänger um satte 31 Zentimeter gewachsen. Damit macht er vor allem dem 4,06 Meter langen und 6890 Euro günstigen Dacia Sandero Konkurrenz. Opel Karl, Fiat Panda und Hyundai i10 sind rund 30 Zentimeter kürzer als der Ka+. Das spürt man sofort im schlicht eingerichteten Innenraum: Sowohl Kopf- als auch Kniefreiheit sind für die­se Klasse üppig bemessen, und zwar vorn wie hinten. Ein nettes Detail ist ein kleines Ablagefach in der Armatu­rentafel links neben dem Lenkrad. Es ist nur zugänglich, wenn die Fahrertür offen steht. Bei geschlossener Tür ist es nicht sichtbar. Warum ist vorher noch niemand darauf gekommen? Und: Ka-Fahrer sind offenbar sehr durstig – in der Mittelkonsole sind vier Getränkehalter untergebracht, in den Türverkleidungen vorn jeweils zwei weitere. Macht insgesamt acht. Klasse.
Preise, Motoren und Ausstattung: Ford Ka+

Bedieneinheit mit vielen Tasten

Das Cockpit erinnert stark an das Vor-Facelift-Modell des aktuellen Fiesta: übersichtliche Instrumente, aber die mit Tasten übersäte Bedieneinheit unter dem nur vier Zoll großen Bildschirmchen erfordert für Ford-Neulinge Eingewöhnung.

Ford Ka+ (2016): Vorstellung, Marktstart, Preis

Komfortabel dank langem Radstand

Die 85-PS-Variante gefällt mit leisem Lauf, allerdings reagiert sie sehr zäh aufs Gas und dreht unwillig hoch

Nicht so das Fahrverhalten. Der Ka+ liegt satt und sicher, filtert mit seinem langen Radstand zudem sehr manier­lich grobe Stöße aus der Fahrbahn. Da hat er gegenüber seinem Vor­gänger mächtig zugelegt. Kein Wun­der: Teilte sich der alte Ka noch die Bodengruppe mit dem Fiat 500, steht der neue auf dem Fiesta-Fahrgestell. So nutzt der in Brasilien entwickelte und in Indien gebaute Ford auch Fiesta-Motoren, es kommt ausschließlich der turbolose 1,2-Liter-Vierzylinder mit 70 PS (ab 9990 Euro) oder 85 PS (Cool & Sound, ab 11.400 Euro) zum Einsatz. Die 85-PS-Variante gefällt mit leisem Lauf, allerdings reagiert sie sehr zäh aufs Gas und dreht unwillig hoch. Vom Biss eines modernen Drei­zylinder-Turbos ist der Ka+ meilenweit entfernt.

Der einzige Assistent: die Berganfahrhilfe

Auch in Sachen Assistenz bereitet der Ford-Floh wenig Freude: Es gibt nur eine Berganfahrhilfe, jedoch kein City-Notbremssystem und noch nicht mal ein Start-Stopp-System. Schwach für einen 2016 neu erscheinenden Kleinwagen.

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Autor: Lars Busemann

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