Ford Mondeo Turnier von René Löber

Ford Mondeo Turnier von René Löber Ford Mondeo Turnier von René Löber

Ford Mondeo Turnier von René Löber

— 07.10.2003

Amerikanische Botschaft

Ganz oben kann es nur einen geben: René Löbers Mondeo Turnier mit US-Rädern ist in seiner Klasse die Nummer eins.

Vom Baustellen-Fahrzeug zum Szene-Star

Kennzeichen sprechen eigentlich eine klare Sprache, aber nicht in diesem Fall: René Löber ist kein Schwabe. Der Staplerfahrer arbeitet und wohnt zwar in Hilzingen, stammt aber aus dem sächsischen Weißenfels. Und AUTOTUNING-Leser wissen, dass aus dieser Gegend Wahnsinns-Boliden kommen. Das liegt mit Sicherheit auch an Sallus Tuning in Weißenfels. Die Auto-Schmiede rund um Steffen Loose hatte auch an diesem Mondeo Hand angelegt. Doch die Karriere zum Szene-Star verlief bei diesem Turnier nicht geradlinig.

René suchte nach einem Escort und einem Fiesta mit 165 PS (tief, breit, 8 und 9x14, Gruppe A) etwas Größeres. 1998 war das. Damals war er an einer Baufirma beteiligt und kaufte einen Mondeo Turnier als Baustellen-Fahrzeug. 1999 hatte René etwas Zeit und wertete den Lastenesel mit Sportfedern und RH ZW1-Rädern in 17 Zoll auf. Im Jahr 2000 waren breitere Felgen angesagt. Aus 8x17 wurden 8,5 und 9,5x17. Doch René wollte mehr. Ein Komplettumbau im Frühjahr 2001 sollte den Mondeo szenetauglich machen.

Eine RS-Frontstoßstange wurde verbaut und der Mittelsteg in diesem Teil entfernt. Es folgten Scheinwerferblenden, neuer Eigenbau-Frontgrill ohne Logo, Edelstahl-Gruppe-A-Auspuff ab Kat mit 2x90-Millimeter-Endrohr, verchromte Motorteile und Plastikteile in Wagenfarbe. Im Innenraum hat man alle Plastikteile in Chromsilber lackiert. Die Sportfedern wurden entlassen und ein Koni/B&G-Fahrwerk eingepflanzt. Damit lag der Mondeo vorn um satte 110 Millimeter tiefer, hinten ging es 75 Millimeter in Richtung Asphalt. Das i-Tüpfelchen waren aber neue RH-Felgen vom Typ ZW3 in 9 und 10x17 Zoll.

Nummernschild wandert in M5-Stoßstange

Keiner von Renés Freunden wollte glauben, dass der Mondeo Turnier 10x17 Zoll an der Hinterachse verträgt. Als sie es sahen, hatte René seinen Spitznamen weg: "10x17". Natürlich musste dafür die Karosserie dran glauben. Freund Steffen, bekannt unter Sallus von Sallus-Tuning, übernahm diese Arbeit und verbreiterte die vorderen Kotis um 20, die hinteren Seitenteile um 60 Millimeter. Danach gab es eine Lackierung in Cassis (Brombeer metallic) und die Treffen 2001 konnten kommen!

Der Umbau wurde mit den ersten Pokalen belohnt. Doch nach der Saison wurde René bewusst, dass sein Mondeo nur wegen der breiten Räder prämiert wurde, denn RS-Stoßstangen und Tieferlegung hatte jeder andere Mondeo auch. Nach nächtelangem Grübeln führte sein Weg wieder zu Steffen (Sallus). René erzählte ihm von seinen Ideen und beide kamen auf eine Lösung: Stoßstangen vom BMW M5!

Schnell wurde ein Bausatz von Seidl für den BMW M5 geordert. Anschließend zersägte man die beiden M5- und Ford-Stoßstangen in je zwei Teile und fügte die oberen Mondeo-Stoßstangen wegen der Haltepunkte mit den unteren Teilen des M5-Bausatzes zusammen. Aber das reichte noch nicht. Der Frontgrill wurde entfernt und die Motorhaube in Blech verlängert. Die Scheinwerfer und die Scheinwerferblenden hat Sallus der neuen Haube angepasst.

Und weil man schon beim Cleanen und Schweißen war, wurde die Heckklappe auch gleich gesäubert und von Überflüssigem befreit. Das 42-Zentimeter-Nummernschild wanderte in die hintere M5-Stoßstange. Der nächste Arbeitsschritt betraf den Auspuff. Das bislang vorhandene Soundorgan mit 2x90-Millimeter-Endrohren schien für die neue Heckschürze zu klein und zu leise. Also verschwand der Vorschalldämpfer und der Endschalldämpfer erhielt zwei 115-Millimeter-Endrohre! Der Mondeo bekam danach eine weitere Volllackierung in Cassis und konnte nach fünf Monaten Bauzeit die Saison 2002 in Angriff nehmen.

Einmalig – Custom-Felgen aus den USA

Auf den ersten zwei Treffen schlug der Turnier ein wie eine Bombe. Doch dann kam der große Knall: Hagel- und ein Heckschaden. Der Mondeo musste wieder in die Lackiererei und wurde mit Standox’ Kyalami Flash besprüht. Seitenleisten und Reeling verloren im gleichen Arbeitsgang ihre Plätze. Der Lohn der Mühe: Bei den restlichen Events hamsterte René weitere Pokale in seiner Klasse.

So richtig einzigartig war Renés Mondi aber immer noch nicht. Für die Saison 2003 sollte etwas ganz Spektakuläres kommen. Das Seriengestühl flog raus. Dafür fanden Recaros aus einem ST 200 Platz, die mit "butter-creme"-farbenem BMW-Leder bezogen waren. René träumte weiter von neuen Felgen. Nicht von irgendwelchen, sondern von Custom-Felgen aus den USA. Die glänzenden Amis gibt es aber nicht im Ford-Lochkreis 4x108. Also ließ er die Felgen extra in den USA fertigen. Nach fünf Monaten Wartezeit rollten die runden Träume in Deutschland ein – Billet GT52 in 8 und 9,5x18. "Diese Schuhe trug und trägt kein Mondeo in Deutschland. Das ist einmalig", jubelt der 28-jährige Ford-Fan.

Einmalig dürfte auch der Ausbau des Kofferraums sein. Wo vor ein paar Jahren noch Schlagbohrer und Werkzeug verstaut wurden, wohnt nun ein HiFi-Ausbau der Extra-Klasse. Der GFK-Bau wurde passend zum US-Style der Räder entworfen und mit BMW-Leder bezogen. Dem Hund zuliebe verzichtete er auf fettes Soundgerät und verbaute "nur" zwei JBL-Woofer, eine Vier-Kanal-Endstufe und einen JBL- Monoblock. Um auch 2004 wieder ordentlich abzusahnen, soll der Motorraum nochmals aufgepeppt und die HiFi-Anlage noch spektakulärer werden.

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