Ford Mustang 2014: Preise

Ford Mustang (2015): Preise und Leistungsdaten

So schnell ist der neue Mustang

Im Sommer 2015 kommt endlich der neue Ford Mustang nach Europa. Jetzt haben die Amis verraten, wie schnell das Pony auf Tempo 100 ist.

Video: Mustang GT (2015)

Fit für Europa

Lange, lange mussten wir warten. Und ganz allmählich, Stückchen für Stückchen, gibt Ford Einzelheiten zum neuen Ford Mustang bekannt. Jetzt haben die Amis verraten, wie schnell das Pony auf Tempo 100 galoppiert: 5,8 Sekunden braucht es mit dem 2,3-Liter-EcoBoost-Motor mit vier Zylindern, mit Fünfliter-V8 ist es genau eine Sekunde weniger (beide mit manuellem Getriebe). Wie lange die Automatik- und Cabrio-Versionen brauchen, werden die Cowboys bestimmt auch noch irgendwann verraten.
Fest steht bereits: Los geht's im Sommer 2015, wenn der Mustang nach Europa kommt. Und das quasi zum Schnäppchenpreis: Los geht es bei 35.000 Euro mit dem 2,3-Liter-Herz, und das Pony mit Fünfliter-V8 gibt's als Fastback GT ab 40.000 Euro. Freiluftfans müssen für das Cabrio mindestens 39.000 Euro hinlegen. Alle Versionen kommen serienmäßig mit Performance-Paket, das unter anderem dank einer modifizierten Fahrwerksabstimmung inklusive angepasster Fahrwerkslager, einer verbesserte Kühlleistung, einer zusätzlichen Strebe zwischen oberer Radaufhängung und Motorraum-Stirnwand, verstärkten Stabilisatoren hinten sowie einer spezielle Abstimmung der Fahrer-Assistenz-Systeme sowie der elektrischen EPAS-Servolenkung noch bessere Handling- und Fahreigenschaften garantieren soll.

Preise Ford Mustang (2015)
Motor Leistung (PS) Getriebe Verbrauch (l/100 km) 0-100 km/h (s) Preis Mustang (Euro) Preis Mustang GT (Euro)
Fastback
2,3 l EcoBoost 314 6-Gang manuell 8,0 5,8 35.000
Automatik 9,9 tba 37.000
5,0 l Ti-VCT V8 418 6-Gang manuell 13,5 4,8 40.000
Automatik 12,0 tba 42.000
Convertible (mit Stoff-Faltverdeck)
2,3 l EcoBoost 314 6-Gang manuell 8,2 tba 39.000
Automatik 10,0 tba 41.000
5,0 l Ti-VCT V8 418 6-Gang manuell 13,6 tba 44.000
Automatik 12,8 tba 46.000
Ranking Preis pro PS: Wie viel Power gibt's fürs Geld?

Der Fünfliter-V8 schafft 250 km/h

Gab es schon einmal: Ford Mustang (1979) als Cobra mit Vierzylinder-Turbo, 2,3 Litern Hubraum und 116 PS.

1979 kam die dritte Generation des Mustang als Cobra-Edition mit einem 2,3-Liter-Vierzylinder-Turbo unter der Haube und bescheidenen 116 PS. Der 2,3-Liter-EcoBoost-Turbo im neuen Mustang hat 314 PS und stemmt 434 Newtonmeter (Nm) Drehmoment auf die Hinterachse, maximal sind 234 km/h drin. So muss sich der Käufer nicht gleich von jedem GTI an der nächsten Ampel vernaschen lassen, erspart sich aber die Sauf-Eskapaden des 5,0-Liter-V8, der mit Automatikgetriebe satte 12, mit Sechsgang-Handschaltung 13,5 Liter Sprit schluckt. Der Achtzylinder leistet 441 PS und 542 Nm, schafft Tempo 250, kommt todsicher mit dem passenden Brabbeln und wird für echte Fans wahrscheinlich der einzig wahre Antrieb sein. Sprintleistungen liefert Ford noch nicht, aber ein Mustang ist keine Rennmaschine, sondern ein GT für die flotte Reise. Sie werden mit einer manuellen Sechsgang-Box gekoppelt, auf Wunsch gibt es eine Automatik mit sechs Stufen und Schaltwippen am Lenkrad.

Ford Shelby GT350 R Mustang

Insgesamt streckt sich der Mustang auf 4,78 Meter Länge, ist aber nur 1,38 Meter hoch.

Insgesamt streckt sich der Mustang auf 4,78 Meter Länge, ist aber nur 1,38 Meter hoch. Ein neuer Mustang muss auch immer irgendwie ein Retro-Mobil bleiben, deshalb hat sich Ford weit von den Irrungen der 80er- und 90er-Jahre auf einen Mix aus Neu und Alt besonnen. Besonders das Heck zitiert die Vorfahren der 60er, aber auch hier wurde modernisiert: Wo hinten früher schnöde Glühbirnen die schmalen Streifen hinterleuchteten, erstrahlen mittlerweile sechs vertikale LED-Linien. An der Front gelingt Ford eine Mischung aus Retro und aktuellem Ford-Design: Der große Grill ist eingerahmt von schmalen Scheinwerfern statt der runden Leuchten wie beim Vorgänger, zwei markante Sicken prägen die lange Haube und die massigen Flanken.

Historie: Alle Mustang-Generationen

Der direkte Vergleich mit dem Gesicht des kommenden Mondeo zeigt eine deutliche Verwandtschaft – und könnte die Frage aufwerfen, ob weniger Modernisierungsdrang hier nicht doch mehr Retrobewusstsein bewiesen hätte. Der Kofferraum ist flach, hat eine hohe Ladekante und soll zwei Golfbags schlucken, immerhin lassen sich im Coupé die Sitze geteilt umlegen. Das Cabrio (kommt zeitgleich) behält die muskulöse Linie des Coupés bei und trägt eine Stoffhaube, die in 15 Sekunden unter einer Blechklappe verschwindet.

Am Heck alles retro: Hier erstrahlen mittlerweile sechs vertikale LED-Linien.

Mehr als moderner Touch ist dagegen die Mehrlenker-Konstruktion der Hinterachse, die endlich das starre Fahrwerk der Vorgänger-Generationen ablöst. Ein Quantensprung, der das labbrige Fahrwerk älterer Mustang endlich dahin schickt, wohin es gehört: auf den Autofriedhof. Hinter mindestens 19 Zoll großen Rädern warten standfeste Bremsen auf Zugriff, im Fall des Achtenders stammen sie von Brembo. Über Kippschalter in der Mittelkonsole lassen sich Lenkung und Fahrdynamik beeinflussen, hier bekommt das Musclecar eine Gehirnwäsche mit Hilfe der Elektronik. Kleiner Gag am Rande für den großen Auftritt: Die Ingenieure haben in die Außenspiegel Minibeamer integriert, die einen galoppierenden Hengst mit wehender Mähne auf den Boden neben den Türen projizieren – das braucht kein Mensch, aber es sorgt für zusätzliche Blicke.

Ford Mustang 2014: Preise

Das Cockpit mixt klassische Elemente wie die Rundinstrumente mit moderner Technik.

Einem neuen Gaul schaut man durchaus ins Maul – im Fall des Mustang werfen wir einen Blick auf dessen Tauglichkeit für die Zukunft. Das Rennpferd erfreut den Betrachter mit modernen Instrumenten, die nicht nur so aussehen, als seien sie auf der Höhe der Zeit, sondern sie sind es auch: Rund um zwei klassisch gezeichnete Rundinstrumente geben diverse Anzeigen den Hinweis auf Helfer wie Tempomat, Totwinkelwarnung und andere Assistenzsysteme. Ford-SYNC 2 mit Sprachsteuerung und Konnektivität mit medialen Endgeräten hat der neue Mustang locker drauf. Die Rücksitze sind wie bisher allenfalls ein Notbehelf, lange Fahrten sind Erwachsenen kaum zuzumuten.

Innen gibt's Leder und Alu

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Vorne soll's dafür umso gemütlicher werden, sagt Ford: Fahrer und Beifahrer nehmen in ledergepolsterten Sportsitzen Platz. Sie sind sechsfach elektrisch einstellbar und verfügen je über eine justierbare Lendenwirbelstütze, auf Fahrerseite ebenfalls elektrisch einstellbar. Lenkrad, Handbremsgriff und – bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe – der Schaltknauf sind mit Leder bezogen. Alu-Pedale zeigen die sportlichen Gene.
Wer es noch individueller und komfortabler mag, kann sich für 2500 Euro Aufpreis das Premium-Paket leisten. Es umfasst unter anderem Navigationssystem, Premium-Sound-System mit zwölf Lautsprechern, die exklusive Türverkleidung "Soft Touch", einen lederbezogener Armaturenträger mit Ziernähten sowie silberfarbene Leichtmetallräder im 10-Speichen-Y-Design mit nochmals breiteren Reifen (255/40 rundum für Mustang, 255/40 vorn und 275/40 hinten für Mustang GT). Hinzu kommen wahlweise klimatisierte Vordersitze oder Recaro-Leder-Sportsitze ohne Klimatisierung.

Autoren: , Maike Schade

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