Ford Mustang von Giugiaro

— 29.11.2006

Crazy Horse

Fabrizio Giugiaro von Italdesign hat sich komplett in den Ford Mustang verknallt. Ergebnis der Liaison ist ein aufregender Italo-Western in Farbe.
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Von Boris Pieritz Die Giugiaros haben eine echte Sahneschnitte aufs US-Messe-Parkett gezaubert. Zusammen mit Ford zeigt die italienische Formenschmiede Italdesign auf der LA Auto Show einen überarbeiteten Mustang. Das heiße US-Coupé, gepaart mit jeder Menge italienischem Feuer, war die Idee von Giugiaro-Junior Fabrizio: "Als wir den neuen Mustang zum ersten Mal sahen, wurden uns zwei Dinge klar. Erstens: Das ist der beste Mustang seit dem Original. Zweitens: Da müssen wir ran."

Längere Haube, verkürztes Heck: Der Mustang erinnert an den Fastback.
Längere Haube, verkürztes Heck: Der Mustang erinnert an den Fastback.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Italo-Hengst hat im Vergleich zum Serien-GT kleine, aber entscheidende Veränderungen verpasst bekommen. Eine verlängerte Haube, das um 60 Millimeter verkürzte Heck sowie eine vorne um 30 Millimeter und hinten um 80 Millimeter verbreiterte Spur machen das Coupé fast schon zum Fastback. Außerdem steht der Mustang auf 20-Zöllern (vorne 275/40, hinten 315/35) und liegt somit 37 Millimeter tiefer als das Serienmodell. Insgesamt wirkt der "Mustang by Giugiaro" äußerst kompakt.
Die Sitze sind aus echtem Pferd
Wenn's irgendwie nach Pferd riecht: Schieben Sie's einfach auf die Sitze!
Wenn's irgendwie nach Pferd riecht: Schieben Sie's einfach auf die Sitze!
Über das Dach des Unikats zieht sich eine Glasfläche – die Frontscheibe geht nahtlos in die Heckscheibe über. Ein echter Hingucker auch das Heck: Hier setzen die Italiener auf die klassischen, vertikal dreigeteilten Heckleuchten vom alten Mustang. Flügeltüren runden den sportlich-eleganten Gesamteindruck ab. Die Amaturen im Cockpit sind mit hellbraunem Leder überzogen – typisch italienisch eben. Für einen gewissen Western-Touch hingegen sorgen die Sitzbezüge aus naturbelassenem Pferdeleder mit eingestickten Mustang-Logos.

Unter der Haube hat sich nicht so viel geändert: Dank 0,75 Bar Druck aus dem Kompressor, größerem Lufteinlass, Sportauspuff und der Einspritzung vom GT leistet der Giugiaro rund 500 PS. Das sind 18 Pferdchen mehr als in der Serien-Version. Befeuert wird der Straßen-Casanova von dem bekannten 4,6-Liter-V8 aus Fords Rennabteilung. Die Macher sind zu Recht stolz auf ihr sexy Pferdchen. Fabrizio Giugiaro: "Er fährt sich so gut wie er aussieht. Die 30.000 Stunden Arbeit, die wir investiert haben, haben sich absolut gelohnt."
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