Siegte im Ford-Wettbewerb: Modul-Kleinstauto aus Aachen.

Ford prämiert Billigauto-Konzept

— 16.10.2008

Sieg für Aachen

Der Ford-Wettbewerb um die Tin-Lizzy der Zukunft ist entschieden: Weltweit haben fünf Unis Entwürfe für einen Kleinstwagen eingereicht, der maximal 5100 Euro kosten darf. Strahlender Sieger: die Technische Hochschule Aachen.

Baut uns das Billig-Auto der Zukunft! Im Rahmen des Wettbewerbs "Model T" forderte Ford in diesem Frühjahr Hochschulen auf, ihre Ideen für einen Kleinstwagen zu Papier zu bringen, der wie das berühmte Serien-Auto Tin Lizzy ein billiges, einfaches Fortbewegungsmittel für die Massen sein kann. Bedingung: Das Fahrzeug, das gegen Tata Nano, Bajaj ULC und VW Up! antreten soll, darf in der Serienversion nicht mehr als 5000 Euro kosten, muss mit einer Tank- bzw. Batteriefüllung mindestens 200 Kilometer weit fahren können und mindestens ein Zweisitzer sein. Für die Entwicklungskosten erhielt jeder Teilnehmer 75.000 Dollar, umgerechnet rund 54.740 Euro. Als Siegprämie wurden 25.000 Dollar ausgeblobt. Diesen Preis heimst nun das Institut für Kraftfahrzeuge Aachen (ika) an der Rheinisch-Westfälisch Technischen Hochschule (RWTH) ein.

Das Grundgewicht liegt bei 800 Kilogramm

Das achtköpfige Team aus Aachen zitierte in der Karosserie sogar Stilelemente von Ford.

Die Studenten und Ingenieure im achtköpfigen Team des ika entwickelten ein Pickup, das Platz für drei Personen hat und in Modulbauweise gefertigt werden kann – wird ein größeres Fahrzeug benötigt, lässt sich die Vorlage beliebig skalieren. Das Steuer ist in der Mitte der Kabine angebracht, damit das Auto sowohl im Rechts- als auch Linksverkehr genutzt werden kann. Als kleinen Gag zitieren die Entwickler in der Form der Karosserie sogar Gestaltungselemente des Ford-Designs. Das Grundgewicht wird mit 800 Kilogramm angegeben. Vorgesehen ist ein Verbrennungsmotor, doch auch Hybrid- und reiner Elektroantrieb sind denkbar. Den voraussichtlichen Einstiegspreis schätzt das ika auf 4950 Euro.

Lange Kooperation zwischen Uni und Ford

Die RWTH und Ford arbeiten schon seit längerem eng zusammen; so gibt es das Ford Forschungszentrum Aachen (FFA) und ein Stipendienprogramm, mit dem der Autohersteller potenziellen Ingenieur-Nachwuchs fördert. Dr. Charles Wu, der neue Leiter des FFA, gratulierte dem ika und sagte: "Die hohe Qualität des eingereichten Vorschlags hat uns sehr beeindruckt und beweist erneut, wie sehr die RWTH ihre Auszeichnung als Exzellenzuniversität verdient." Insgesamt reichten fünf Hochschulen Beiträge ein. Einen Preis erhielt außer den Deutschen auch das Konzept der australischen Universität Deakin aus Melbourne.

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