Ford S-Max und Konkurrenz: Test

Ford S-Max und Konkurrenz: Test

— 09.08.2010

Familien-Vans mit starken Dieseln

Groß, schnell und bequem – stark motorisierte Diesel-Vans sind ideale Reisewagen. Der modellgepflegte Ford S-Max mit neuem Top-Diesel stellt sich den Konkurrenten Renault Grand Scénic und Peugeot 5008.

Hamburg, Hannover, Hitzeschock – im Rekordsommer 2010 kann eine ICE-Fahrt schon mal zum heißen Ritt werden. Glücklicherweise gibt es ja Alternativen zur Bahn – die Auto-Bahn. Und gut klimatisierte Wagen (nicht nur) für urlaubende Familien: Luftige Vans mit starkem Diesel sind die ICE auf vier Rädern. Als solche empfehlen sich hier der frisch überarbeitete Ford S-Max, Peugeot 5008 und Renault Grand Scénic. Mit 150 bis 163 PS haben die drei Großraumwagen genügend Dampf unter der Haube, um lange Strecken auch mal im Expresstempo zu überbrücken. Wenn es sein muss, sogar nonstop, denn der Zuschlag hält sich – Diesel sei Dank – in akzeptablen Grenzen. Aber welcher der drei Familientransporter ist die große Zug-Nummer unter den Vans?

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Das bieten sie: Mit 4,77 Meter Länge schiebt der Kölner seine neu gestylte Schnauze mit vergrößertem Kühlergrill und markanten LED-Tagfahrleuchten deutlich vor Renault (4,56 Meter) und Peugeot (4,53 Meter). Auch innen beeindruckt der eher nüchtern und sachlich eingerichtete S-Max mit schierer Größe. Fünf Personen reisen hier wie in der ersten Klasse, überall gibt es Platz in Hülle und Fülle. Sogar die drei Hinterbänkler fühlen sich auf den verschiebbaren Einzelsesseln wohl. Auch im luftigen Lounge-Ambiente des Renault mit den bequemen Klubsesseln in Reihe eins lässt es sich aushalten. Im Fond jedoch fallen die variablen Sitzmöbel schmaler aus, insbesondere in der Mitte. Dort sitzen auf Reisen nur Kinder halbwegs bequem. Noch enger geht es im Peugeot zu. Die Cockpit-Atmosphäre mit wuchtigem Armaturenträger und breiter Mittelkonsole hat zwar ihre Reize, schränkt aber das Raumgefühl ein.

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Vor allem im Fond bestätigt sich der Eindruck: Große stoßen im 5008 mit Knie und Kopf früher an Grenzen als in den beiden anderen Vans. Dafür verschwindet das Gestühl mit wenigen Handgriffen im Boden. Ausklappbare Faltelemente schließen die Lücken, ermöglichen so eine gut nutzbare, ebene Ladefläche für bis zu 1754 Liter. Beim fünfsitzigen Grand Scénic müssen hierfür die hinteren Sessel gefaltet und aufgestellt werden. Nach deren Ausbau passen bis zu 2083 Liter ins Gepäckabteil, fast so viel wie in den größeren Ford (2100 Liter). Praktisch: Bei den Franzosen klappen auch die Beifahrerlehnen nach vorn, was den Transport sperriger Gegenstände, wie etwa Surfboards, erleichtert.

Im S-Max-Fond beschränken sich die Variationsmöglichkeiten dagegen aufs bloße Umklappen der Rücklehnen, die dabei eine störende Stufe bilden. Dennoch ist der S-Max für Transportaufgaben am besten gerüstet. Mit 757 Kilo Zuladung zeigt er sich deutlich belastbarer als Renault und Peugeot (604/600 Kilo). Als schnöde Stückgut-Frachter freilich sind die drei viel zu schade. Wer will schon Schrammen und Kratzer an den noblen Einrichtungen riskieren? Die Testkandidaten treten hier schließlich durchweg in gehobener Ausstattung an, denen bis auf Xenon-Licht nichts Wesentliches fehlt. Zweizonen- Klimaautomatik, Alu-Räder, CD-Radio oder Tempomat sind stets an Bord. Der Grand Scénic verwöhnt als "Luxe" sogar mit Leder-Polsterung.


Alles über die Fahreigenschaften und Preise der Testkandidaten erfahren Sie oben in der Bildergalerie. Oder Sie laden sich hier den gesamten Artikel inklusive aller Technik- und Messwerttabellen als PDF herunter.
Uli Holzwarth

Uli Holzwarth

Fazit

Bei Reisebegleitern für Familien ist vor allem Platz gefragt. Den bietet der Ford S-Max im Überfluss. Seine beiden kompakteren Konkurrenten hält der Kölner jedoch auch mit seinem ausgewogenen Fahrverhalten auf Distanz, das Komfort mit Agilität gekonnt kombiniert. Auf Platz zwei läuft der Renault Grand Scénic ein. Auch er ist luftig geschnitten und überzeugt mit seinem Klasse- Diesel, fährt auf welliger Bahn aber etwas schaukelig. Der Peugeot federt dagegen zu straff und ist relativ eng.

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