Ford schließt Jaguar-Werk in England

Ford schließt Jaguar-Werk in England

— 17.09.2004

Bedrohte Raubkatze

Die Kombi-Offensive mit dem Estate brachte nicht die ersehnte Wende. Jetzt schließt Ford ein Jaguar-Werk in Großbritannien.

Ford wird eines seiner drei britischen Jaguar-Werke schließen. Mit der Entscheidung wollen Vorstand und Gewerkschaftsführer die Traditionsmarke aus der Krise führen – nach einem Bericht des Fernsehsenders BBC hat Jaguar allein im zweiten Quartal 2004 einen Verlust von "wahrscheinlich 100 Millionen Pfund" (150 Millionen Euro) gemacht.

Die Marke leidet vor allem auf dem Hauptabsatzmarkt USA unter sinkenden Verkaufszahlen – wegen des schwachen Dollars und der starken Konkurrenz von BMW und Mercedes-Benz sei es für die britischen Werke schwierig, profitabel zu produzieren. Von den mehr als 2000 Beschäftigten im Werk Coventry (XJ- und XK-Produktion) sollen nun 400 entlassen und 425 Stellen ausgelagert werden. 500 Beschäftigte würden freiwillig in den Ruhestand gehen. Die Produktion der Jaguar-Aluminium-Modelle werde im Werk Castle Bromwich konzentriert, die Endmontage in Browns Lane im September 2005 geschlossen. Die Jaguar-Produktion soll für den Rest des Jahres um 15.000 Autos zurückgefahren werden.

Von den Spar-Maßnahmen schwer getroffen ist auch das Formel-1-Team von Jaguar. Nach der Saison 2004 zieht Ford den Rennstall aus der Königsklasse zurück. Auch die Ford-Motorenschmiede Cosworth soll zum Verkauf stehen – davon betroffen sind das Hinterbänkler-Team von Minardi und das Jordan-Team, für das der Mönchengladbacher Nick Heidfeld fährt.

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