Ford Taurus in Detroit 2009

Ford Taurus Ford Taurus

Ford Taurus in Detroit 2009

— 13.01.2009

Stier mit Hüftspeck

Ein Auto im S-Klasse-Format für weniger als 26.000 US-Dollar? Ford macht's mit der Neuauflage des Flaggschiffs Taurus möglich. Auf der NAIAS 2009 steht die 5,10-Meter-Limousine – wie üblich mit starken Motoren bis 350 PS.

Ist das die neue Bescheidenheit der US-Autobauer? Wohl kaum, denn der neue Taurus setzt auf schiere Größe und Potenz unter der Haube. Und es kommt dank der Plattform-Strategie des zweitgrößten US-Herstellers sogar fast ein Jahr früher als erwartet, um die trüben Aussichten auf dem heimischen Markt aufzuhellen. Der Taurus Modelljahr 2010 streckt sich auf gewaltige 5,10 Meter Länge und erreicht damit das Format einer Mercedes S-Klasse, soll aber in der Basis-Version nur etwa 26.000 Dollar kosten – was beim derzeitigen Kurs umgerechnet 19.600 Euro macht.

Hier geht es zur NAIAS-Sonderseite 2009

Ford hat die Schulterlinie nach oben gesetzt, so wirkt der Taurus noch massiger.

Motorische Basis ist der bekannte 3,5-Liter-V6, der im Taurus 263 PS leistet und die Kräfte über eine Sechsgang-Automatik an die Vorderräder weitergibt. In den höheren Ausstattungslinien SLE und Limited kann der Fahrer auch manuell in der Schaltgasse oder über Wippen am Lenkrad eingreifen. Darüber wird in Kürze der neue Eco-Boost-Motor rangieren, der ebenfalls aus sechs Zylindern dank Aufladung bis zu 350 PS kitzeln soll. Den Spargedanken unterstützt Ford durch eine Abschaltung der Spritzufuhr beim Bremsen. Das Fahrwerk mit Einzelradaufhängung vorn und Multilenkerachse hinten soll sportlich ausgelegt sein, dazu spendiert Ford auf Wunsch bis zu 20 Zoll große Räder, bereits die Basis rollt auf 17-Zöllern.

Europäisch schlanke Linie?

Oberklasse in den USA: nur echt mit Automatik.

Der Gesamtauftritt fällt ausgesprochen massiv aus: Ein riesiger Lufteinlass vorn, ein Grill mit reichlich Chrom, Powerdomes auf der Haube und die schmale Fensterlinie lassen den Taurus wie einen Stier mit Hüftspeck wirken. Ford spricht dagegen von einer "europäisch schlanken Linie". Ansichtssache. Innen geht es US-typisch gemütlich zu, Kunststoffe in zwei Farben werden mit Leder und Holzdekor kombiniert. Dazu hat Ford jede Menge aktuelle Sicherheitstechnik in sein Flaggschiff gepackt. Unter anderem kommen eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Auffahrwarnsystem und automatischer Abstandkontrolle, ein automatischer Fernlicht-Assistent und ein Regensensor, der seitliche Abstandswarner BLIS (Blind Spot Information System) und ein Cross Traffic Alert-System zum Einsatz, das beim Rückwärts-Ausparken vor nahendem Querverkehr warnt. Zusätzlich schützen sechs Airbags und ESP die Passagiere. Bereits im Frühjahr 2009 rollt der Taurus zu den Händlern.

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