Ford-Werksferien fallen aus

Ford-Werksferien fallen aus

Ford-Werksferien fallen aus

— 26.06.2002

Extraschichten für den Fiesta

Eigentlich stehen die Bänder in den Werksferien still. Aber wegen starker Nachfrage nach dem Fiesta müssen die Ford-Mitarbeiter jetzt erstmals auch im August ran.

Bei den Kölner Ford-Werken wird es in diesem Jahr in der Fahrzeugfertigung erstmals keine Werksferien geben. Grund: die starke Nachfrage des neuen Fiesta-Modells. Die Werksferien waren für die Zeit vom 29. Juli bis zum 23. August geplant. 1500 Mitarbeiter des Kölner Autobauers werden nun in dieser Zeit in der Frühschicht (6.45 bis 14 Uhr) täglich 600 Einheiten von Ford Fiesta und Ford Fusion bauen. Zusätzlich sollen in diesem Zeitraum somit 12.000 Fiesta vom Band laufen. Den Urlaub können die Mitarbeiter anschließend individuell nachholen, so Ford.

Insgesamt will Ford in diesem Jahr mit seinen 5000 Beschäftigten 280.000 Einheiten produzieren. Darunter sind auch 69.000 Ford Fusion, dessen Serienfertigung am Montag 24.6.2002 begonnen hat. Die Kapazität beim Kölner Autobauer beträgt bei voller Auslastung 1800 Fahrzeuge pro Tag.

Andere Hersteller in Deutschland arbeiten ebenso wie Ford in diesem Jahr durch. Die Ausnahme bilden Porsche und Opel, die sich in diesem Jahr Werksferien gönnen. In Zuffenhausen stehen alle Bänder vom 29. Juli bis zum 16. August still. In Rüsselsheim ist die Produktion vom 15. Juli bis zum 2. August eingestellt. Die Zeit nutzen die Autobauer, um ihre Maschinen wieder auf Vordermann zu bringen und gegebenenfalls neue Produktionslinien einzurichten.

Bei Volkswagen hingegen laufen die Bänder in den Sommerferien weiter. Von den klassischen Werksferien spricht man hier nicht mehr. Volkswagen nennt ihr flexibles Arbeits- und Urlaubssystem wortmalerisch die "atmende Fabrik". Zum Teil werden die Produktionen für Instandsetzungs- und Montagearbeiten von zwei auf eine Schicht heruntergefahren (Anfang Juli drei Wochen), z.B. im Passat-Werk Emden. Auch bei Mercedes in Sindelfingen werden weiter in Wechselschicht Autos gebaut, ebenso in Ingolstadt bei Audi. Bei BMW läuft an den Produktionsstandorten München, Dingolfing und Regensburg auch im Sommer alles auf Volltouren. Denn BMW will in diesem Jahr die Bestmarke von einer Million produzierten Fahrzeugen erreichen (im Vorjahr 905.000). Da müssen noch einige Sonderschichten eingelegt werden.

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