Fords Zukunftspläne

Fords Zukunftspläne

Fords Zukunftspläne

— 13.09.2002

Alle Mann bei Ford

Es wird keinen Arbeitsplatzabbau bei Ford geben. Das verspricht der neue Chef Bernhard Mattes den Mitarbeitern.

Der neue Ford-Vorstandsvorsitzende Bernhard Mattes will den Kölner Autobauer mit neuen Modellen und einem strafferen Vertrieb so schnell wie möglich in die Gewinnspur lenken. Angesichts der unsicheren Konjunkturlage ließ Mattes jedoch offen, ob Ford wie angekündigt noch in diesem Jahr die Ertragswende schafft. "Wir haben das klare Ziel, profitabel zu wachsen. Wir sehen aber auch, dass wir in einem sehr schwer einzuschätzen Umfeld agieren. Eine endgültige Prognose für das Jahresende kann man noch nicht abgeben", sagte Mattes am Freitag in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Der Manager war am Donnerstag vom Aufsichtsrat der Ford-Werke AG zum Nachfolger von Rolf Zimmermann (55) ernannt worden. Dieser war aus persönlichen Gründen zurückgetreten. Mattes betonte, die von Zimmermann und ihm eingeleitete Strategie zur Modernisierung des Konzerns werde unverändert fortgesetzt. Im belgischen Genk würden bis 2004 rund 900 Millionen Euro in neue Fertigungsanlagen investiert.

"Wir sehen, dass wir damit erfolgreich sind. Schwerpunkte lege ich für die Zukunft auf die Effizienzsteigerung des Vertriebes und die weitere Stärkung unseres Markenimages." Mattes gab zudem bekannt, dass er in Personalunion sein früheres Vorstandsressort Vertrieb weiterführe. Wie lange sein Vertrag als Vorstandschef läuft, wollte er nicht sagen.

Nach mehreren Krisenjahren hatte Ford im ersten Halbjahr 2002 im operativen Geschäft Gewinne eingefahren. Der Marktanteil in Deutschland lag Ende August mit 8,6 Prozent um 0,3 Prozent höher als im Vorjahr. Innerhalb von fünf Jahren will die rheinische Autoschmiede 45 neue Modelle und Varianten auf den Markt bringen.

Die Modelloffensive sichere und schaffe Arbeitsplätze. "Bei den Beschäftigten sehen wir keine Einsparpotenziale. Unsere Mitarbeiter haben bei drei neuen Anläufen für drei neue Produkte hervorragende Arbeit geleistet", sagte Mattes, der seit Juli 1999 im Ford-Vorstand ist. Er wolle bei Ford ein "Klima der Begeisterung" schaffen. "Ich suche die Nähe zu den Mitarbeitern. Ich bin immer offen für gute Vorschläge, das Geschäft noch besser zu machen", forderte der neue Ford-Chef die 37.900 Mitarbeiter zum kritischen Dialog auf.

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