Fords Zukunftspläne

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Fords Zukunftspläne

— 27.09.2002

Ford-Chef Mattes poliert das Image auf

Der Marktanteil soll über das Vorjahresniveau steigen. Der Kölner Konzern peilt für 2002 schwarze Zahlen an.

13 weitere Modelle bis 2005

Der neue Ford-Cheflenker Bernhard Mattes will die Attraktivität der Marke Ford "durch noch mehr Serviceleistungen, durch eine noch engere Betreuung des Kunden und durch eine weitere Stärkung des Images" kräftig erhöhen. Mit gezielten Maßnahmen sollen die Kunden möglichst direkt angesprochen werden, sagte Mattes im Gespräch mit der Tageszeitung DIE WELT. "Das können wir, weil wir die entsprechenden Produkte und Finanz- sowie Service-Dienstleistungen haben." Mattes steht seit knapp zwei Wochen als Nachfolger von Rolf Zimmermann an der Spitze des Kölner Autobauers.

Der Marktanteil des Unternehmens, der in Deutschland zur Jahresmitte bei 8,5 Prozent lag, soll am Ende dieses Jahres "auf jeden Fall über dem des Vorjahres von 8,1 Prozent" liegen. Mattes bekräftigte erneut das Ziel, in diesem Jahr schwarze Zahlen zu schreiben. "Wir sind gut unterwegs. Ob wir das Ziel hundertprozentig erreichen, wage ich aber noch nicht abzuschätzen", schränkte er ein. Viel werde davon abhängen, wie sich in den Monaten die gesamtwirtschaftliche Situation und die Nachfrage entwickele. Beim Absatz liege Ford aktuell auf dem Vorjahresniveau.

Ford werde seinen produktpolitischen und strategischen Kurs fortsetzen, sagte Mattes. So hatte der Autobauer vor zwei Jahren angekündigt, 45 neue Modelle bis 2005 auf den Markt zu bringen. Bisher sind es bereits 32. Die Kapazitätsauslastung wurde von 70 auf weit über 90 Prozent gesteigert.

Ziel: Rang zwei hinter VW

"Auf die Stärkung der Marke werde ich ein besonderes Augenmerk richten," so Mattes. Ford werde dazu das Kundenbeziehungsmanagement ausbauen. Ziel ist es, in Deutschland im klassischen Volumensegment "die erste Alternative" zu werden. Dies würde Rang zwei hinter VW bedeuten. "Es wird noch drei Jahre dauern, bis sich das Markenbild beim Kunden nachhaltig ändern wird."

Das in Paris vorgestellte Konzept des Vans Focus C-Max wird voraussichtlich im Jahr 2003 am Markt eingeführt. Daneben stellte Ford unter anderem den Streetka vor. "Jeder Grundlage" entbehren laut Mattes Gerüchte, der Ford-Vorstand in Deutschland werde verkleinert. Er werde keineswegs zusätzlich zum Vorstandsvorsitz sowie den Bereichen Marketing und Vertrieb auch das Personalressort übernehmen.

Von der neuen alten Bundesregierung wünscht sich Mattes schnelle Initiativen zu mehr Beschäftigung und Wachstum. "Es ist wichtig, dass Kräfte freigesetzt werden, die rational und emotional mehr Konsumneigung erzeugen."

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