Red Bull

Formel 1 – Marko: Vettel hat Biss zurück

— 17.05.2014

So überwand der Champion die Krise

Sebastian Vettel kämpfte sich in Spanien von Startplatz 15 auf Rang vier. Sein Boss Helmut Marko findet: Der deutsche Weltmeister ist endlich wieder ganz der Alte.

Obwohl er in Malaysia als Dritter hinter den Mercedes-Stars schon auf dem Podium stand, war der Grand Prix von Spanien   für Sebastian Vettel das bisher beste Rennen 2014. Von Startplatz 15 (nach Rückversetzungen wegen Getriebewechsels; d. Red.) kämpfte sich Vettel vor bis auf Rang vier. Spektakuläre Überholmanöver inklusive! Nicht nur seine Anhängerschaft sondern auch sein Boss Helmut Marko stellte anschließend fest: Das war wieder der alte Vettel. Doch woher kommt der plötzliche Leistungsschub?

Viel nachgedacht

Marko zu AUTO BILD MOTORSPORT: „Sebastian hat sich stark mit der Situation auseinandergesetzt und seine Einstellung überprüft. Und er hat viel darüber nachgedacht, was er ändern muss, um seinen Biss zurückzubekommen. Bei einigen Überholmanövern hatte er richtig Wut im Bauch.“ Der Österreicher verrät: „Ein Ergebnis war sein Ausflug ins Kart.“ Vor dem Rennen in Barcelona hatte Vettel außer Konkurrenz einen Lauf der Deutschen Kartmeisterschaft im bayerischen Ampfing bestritten. Das machte den Kopf frei.

Wohler gefühlt - besser gefahren

Hat seinen Schützling immer genau im Blick: Helmut Marko (re.) weiß, warum es bei Sebastian Vettel (li.) wieder besser läuft

Die Taktik ging auf. Vettel zu ABMS: „Ich fühlte mich erstmals in diesem Jahr sehr wohl mit meinem Auto. Ich hoffe, jetzt geht es endgültig aufwärts." Auch der Wechsel seines Chassis hat geholfen - zumindest der Psyche. "Ich spüre jetzt wieder, was das Auto macht und der Reifenverschleiß hielt sich auch in Grenzen“, so Vettel. Einen Seitenhieb auf diejenigen Kritiker, die ihn nach vier WM-Titeln vorschnell abschreiben wollten, kann er sich deshalb nicht verkneifen: "Dass ich von heute auf morgen das Fahren verlernt haben soll, fand ich schon sehr lustig."

Tipps für Rosberg

Sich mit der eigenen mentalen Stärke aus der von außen angedichteten Krise ziehen: Vettel hat es vorgemacht und gibt diese Erfahrung gerne an seine Kollegen weiter. Vettels Rat an Landsmann Nico Rosberg, der nach vier zweiten Plätzen hinter Stallgefährte Lewis Hamilton zusehends unter Druck gerät: cool bleiben! „Er soll sich jetzt mal nicht verrückt machen lassen und einfach weiter Gas geben“, sagt der Heppenheimer. „Wir sind erst fünf Rennen gefahren. Da muss man doch nicht gleich Panik schieben. Stattdessen soll er genießen, dass er ein Siegauto hat. Es ist einfach schön, um die WM kämpfen zu können.“

Mehr zu Sebastian Vettel und seinem wiedererstarkten RB10 lesen Sie in der aktuellen AUTO BILD MOTORSPORT. Ausgabe #20 gibt es seit 16. Mai mit neuem Design als Heft im Heft in Auto Bild - jetzt überall am Kiosk!

Autoren: Bianca Garloff, Frederik Hackbarth

Fotos: Getty Images

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