Formel-1-Champions 1950-2017

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Formel 1: 10 Jahre Vettel und Hamilton

— 31.12.2017

2007 der erfolgreichste Jahrgang aller Zeiten?

Sebastian Vettel und Lewis Hamilton bringen es zusammen auf acht Titel und 109 GP-Siege. Beide debütierten 2007. Ist das der erfolgreichste Jahrgang aller Zeiten?

In den letzten zwei WM-Rennen 2017 fuhren erstmals in der Geschichte der Formel 1 zwei Vierfach-Meister gegeneinander: Sebastian Vettel und Lewis Hamilton. Beide bringen es zusammen auf acht WM-Titel und 109 Grand-Prix-Siege. Beide gaben vor genau zehn Jahren 2007 ihr Formel-1-Debüt. Hamilton schon zum Saisonauftakt für McLaren, Vettel sprang in Indianapolis für den verletzten Robert Kubica bei BMW-Sauber ein, ab Ungarn fuhr er für Toro Rosso. Dank Heikki Kovalainen bringt es der Jahrgang 2007 sogar auf 110 GP-Siege. Auch der Finne debütierte 2007 (für Renault).

Neben Michael Schumacher gab 1991 auch Mika Häkkinen sein Formel-1-Debüt

Noch gibt es einen Jahrgang, der erfolgreicher ist: 1991. Vor allem dank Michael Schumacher. Der Deutsche stieg beim Belgien-GP in den Jordan-Ford und damit in die Formel 1 ein. Er gewann im Laufe seiner Karriere sieben WM-Titel und 91 GP-Siege. Unter den insgesamt sieben Debütanten 1991 war außerdem auch noch Mika Häkkinen (im Lotus-Judd). Er bringt es auf zwei WM-Titel und 20 Siege. Macht für den Jahrgang 1991 zusammen neun Titel und 111 Siege. Beide Bestmarken könnten 2018 durch den Jahrgang 2007 dank Vettel und Hamilton fallen – der Siegrekord schon beim Auftakt in Australien, der Titelrekord, wenn einer der beiden am Ende Weltmeister wird.

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Es gibt aber noch weitere beeindruckende Jahrgänge in der Formel 1. Die meisten Weltmeister brachte Saison eins hervor, also 1950: Giuseppe Farina (1), Juan-Manuel Fangio (5) und Alberto Ascari (2) kommen zusammen auf acht Titel. Neben 1991 und 2007 wurden in sechs weiteren Jahrgänge außerdem zwei Champions geboren: 1958 (Graham Hill und Phil Hill), 1960 (John Surtees, Jim Clark), 1965 (Jackie Stewart, Denny Hulme), 1978 (Nelson Piquet, Keke Rosberg), 1980 (Nigel Mansell, Alain Prost) und 2001 (Fernando Alonso, Kimi Räikkönen).

In 20 Saisons debütierten nur Rennfahrer, die nie einen Grand Prix gewannen, elf davon in den letzten 20 Jahren. Das liegt daran, dass manch aktuelle Piloten noch zu Siegfahrern reifen könnten, aber auch daran, dass es immer weniger Neulinge in einer Saison gibt: In den 50er Jahren gaben noch 207 Pioten ihr F1-Debüt, in den 60ern nur noch 128, in den 70ern 117, in den 80ern 70, in den 90ern 59, in den 2000ern nur noch 49 und in den 2010ern Jahren bisher 36.

Die siegreichsten Formel-1-Fahrerjahrgänge
1. 1991 (111: Schumacher 91, Häkkinen 20)
2. 2007 (110: Hamilton 62, Vettel 47, Kovalainen 1)
3. 1980 (82: Prost 51, Mansell 31)
4. 2001 (59: Alonso 32, Räikkönen 20, Montoya 7)
5. 1950 (54: u.a. Fangio 24, Ascari 13, ...)
6. 1984 (51: Senna 41, Berger 10)
7. 1978 (38: Piquet 23, Arnoux 7, Rosberg 5, Pironi 3)
8. 1965 (35: Stewart 27, Hulme 8)
9. 1960 (32: Clark 25, Surtees 6, Ginther 1)
10. 1970 (31: Fittipaldi 14, Peterson 10, Regazzoni 5, Gethin 1, Cevert 1)

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance

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