Die besten Bilder aus Hockenheim

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Formel 1: 100. GP für Ricciardo

— 28.07.2016

"Oma von Verstappen sauschnell"

Daniel Ricciardo feiert in Hockenheim seinen 100. Grand Prix. Im Red Bull-Duell wird er von Max Verstappen richtig gefordert. Regen könnte helfen.

Viel wird über Funksprüche in der Formel 1 diskutiert, manchmal ist aber auch einfach nur Zeit zum Schmunzeln. Wie etwa beim Grand Prix von Ungarn vergangene Woche, als Max Verstappen hinter seinem Red-Bull-Teamkollegen Daniel Ricciardo festhing und maulte: „Ich fahre so schnell wie meine Großmutter.“

Darauf in der Hockenheim-Pressekonferenz angesprochen, grinste Ricciardo: „Ich bin beeindruckt, wie schnell seine Oma fährt.“ Aber ernsthaft: „Gerade zu Beginn eines Rennens versucht du mit den Reifen zu haushalten, um bis Runde X zu kommen. Am Ende hatten meine Reifen vielleicht etwas mehr Leben als seine.“ Deswegen wurde Ricciardo am Ende Dritter, Verstappen Fünfter.

Ricciardo würde gerne wieder Siegerpokale küssen

Allein: Im Bullen-Kampf Ricciardo versus Verstappen steckt viel Brisanz. Ricciardo fährt in Hockenheim sein 100. Formel-1-Rennen. Seit Ricciardo in England 2011 im HRT-Cosworth debütierte hat er von 99 Rennen drei gewonnen, ist eines von der Pole-Position gestartet, hat fünf Mal die Schnellste Rennrunde gedreht, zwölf Mal auf dem Podest gestanden und 475 WM-Punkte erzielt. Ricciardo hat 2014 teamintern Sebastian Vettel als vierfachen Weltmeister schlagen können, er sorgt als ewiger Strahlemann für hohe Sympathiewerte und hat sich als Spitzenfahrer etablieren können.
Ricciardo unter Druck: "Ich habe es so satt"

Jetzt bekommt er das Talent von Verstappen am eigenen Leib zu spüren. Während der Niederländer gleich beim Red-Bull-Einstand in Barcelona siegen konnte, hatte Ricciardo gleich zwei Mal Pech. Der 27-Jährige spürt: So langsam läuft ihm die Zeit davon. „100 Grand Prix – das kommt einem schon seltsam vor. Da fragt man sich schon, wie die Zeit hingekommen ist“, reflektiert der Australier mit italienischen Wurzeln.

So alt wie Verstappens Großmutter ist er noch nicht – und in Hockenheim will er wieder zeigen, dass er auf jeden Fall auch schneller ist. Wenn der durchwachsene Sommer am Sonntag keine Ausnahme macht, dann drohen Schauer und Gewitter – bestes Red-Bull-Wetter also. Ricciardo gibt sich zuversichtlich: „Wenn es regnet, haben wir eine Chance. Das würde uns definitiv helfen.“

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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