Lewis Hamilton, Formel-1-Team McLaren-Mercedes

Formel 1 2008

— 18.06.2008

Hamilton spürt den Druck

Im Jahr 2007 war Lewis Hamilton der Super-Rookie. Jetzt macht sich der britische Ausnahmefahrer erstmals Gedanken über die Mühen des Erfolges in der Formel 1, verspürt die Lasten eines Stars.

Formel-1-Fahrer Lewis Hamilton hat eingeräumt, in der Saison 2008 unter besonderem Druck zu stehen. "Ich wüsste gar nicht, wo ich anfangen soll, um zu erklären, wie viel Druck auf meinen Schultern lastet", sagte der 22 Jahre alte McLaren-Mercedes-Fahrer am Mittwoch in einem Interview mit dem britischen Sender BBC. Nachdem Hamilton in seinem ersten Formel-1-Jahr 2007 den WM-Titel nur knapp verpasst hatte, war die diesjährige Saison des jungen Briten von Pannen und Rückschlägen geprägt. Beim Großen Preis von Frankreich am kommenden Wochenende (22. Juni) muss Hamilton als Strafe für einen Auffahrunfall, bei dem er vor zehn Tagen in der Boxengasse von Montreal seinen Konkurrenten Kimi Raikkönen (Ferrari) und sich selbst aus dem Rennen warf, zehn Plätze hinter seinem Qualifikationsrang starten.

"Ich habe mich selbst stark unter Druck gesetzt, und wenn man dann keinen Erfolg hat, fühlt sich das nicht besonders gut an. Aber das sind die Tage, die den eigenen Charakter festigen und einen stärker machen", sagte Hamilton weiter. Der Brite machte sich auch für den Erhalt des traditionsreichen Silverstone-Rennens in Großbritannien stark. "Ohne den britischen Grand Prix wäre die Formel 1 nicht mehr, was sie ist", sagte Hamilton. Der Vertrag des Parcours in der Grafschaft Northamptonshire läuft nächstes Jahr aus. Formel-1-Chef Bernie Ecclestone hatte in der Vergangenheit Zweifel geäußert, ob sich Silverstone eine Verlängerung leisten könne. Im Unterschied zu vielen anderen Rennstrecken erhält Silverstone keine staatlichen Zuschüsse für die Ausrichtung des Formel-1-Rennens.

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