Barrichello gegen Hamilton: Muss die Tür einen Spalt breit geöffnet bleiben?

Formel 1 2009

— 29.10.2009

Abdrängen verboten: Fahrer wollen Klarheit

Die Fahrerbesprechung vor dem Grand Prix in Abu Dhabi könnte interessant werden: Wie sehr darf man sich auf der Strecke wehren?

War es nicht herrlich? Beim vergangenen Formel-1-Rennen in Interlagos konnten die Fans endlich wieder einmal einen Gefühlsausbruch eines Piloten live verfolgen. Die - nicht ausschließlich verbale - Auseinandersetzung zwischen Jarno Trulli und Adrian Sutil sorgte nicht nur in Brasilien für Gesprächsstoff, sondern hallt bis heute nach. Ähnliche Vorfälle in den Duellen Kobayashi/Nakajima, Barrichello/Hamilton und Webber/Räikkönen haben einige Piloten auf die Palme gebracht.

In allen vier Zwischenfällen in Interlagos war es jeweils ein Pilot, der einen anderen beim Überholvorgang abdrängen wollte. Genau dies war aus Sicht von Trulli Ursache für den Crash mit Sutil, dem schließlich auch noch Fernando Alonso zum Opfer fiel. Der Deutsche hatte den Italiener von der Außenlinie ins Gras gedrückt. "Barrichello, Webber und Kobayashi haben das genauso gemacht", erklärt Nico Rosberg, dem die ruppige Art auf der Piste gar nicht gefällt.

"Im Kampf mit Webber hat Räikkönen den Frontflügel verloren, wegen Kobayashi ist Nakajima heftig abgeflogen. So etwas kann wirklich schlimm enden. Man kann sich heftig wehtun, oder Streckenposten oder andere Leute werden in einen solchen Zwsichenfall verwickelt", sagt der deutsche Williams-Pilot. Rosberg und seine Kollegen wollen das Thema in der Fahrerbesprechung mit FIA-Rennleiter Charlie Whiting am Freitag auf die Agenda bringen.

"Bei Barrichello war es so, dass ihm Lewis auf den Hinterreifen geknallt ist. So etwas darf nicht passieren", sagt der gebürtige Wiesbadener. "Michael Schumacher hat mit solchen Aktionen angefangen, zum Beispiel in Spa 2000, als er Mika Häkkinen beim Überholen von der Strecke gedrückt hat. Wenn ein Fahrer hinter dir die Entscheidung getroffen hat, an dir vorbeizuziehen und der Kerl vorne dann herüberzieht, dann ist das sehr gefährlich. So etwas kann man nicht machen."

Aufgrund der Gefahren sei es einfach an der Zeit, dass die FIA diesbezüglich Klarheit schafft, mein Rosberg vor seinem letzten Auftritt im Williams. "Ich sage nicht, dass jemand etwas falsch gemacht hat, weil es gibt keine klaren Regeln dafür. Aber man muss die Meinung der Fahrer hören und wir sagen, dass so etwas sehr gefährlich ist. Man muss da etwas ändern." Auch Alonso pflichtet Rosberg bei. "Ich habe das in Interlagos zwar nur aus der zweiten oder dritten Reihe gesehen, weil ein paar Autos dazwischen waren. Aber wir werden dass in der Fahrerbesprechung vertiefen", kündigt der Spanier an.

Fotoquelle: xpb.cc

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