Kimi Räikkönen will weiter Formel 1 fahren, aber nur mit mehr Freiheiten

Formel 1 2009

— 29.10.2009

Für Räikkönen kommt nur McLaren in Frage

Toyota war für Kimi Räikkönen offenbar nie ein Thema, sodass er 2010 für McLaren fahren wird, sollte er in der Formel 1 bleiben

Es ist kein Geheimnis, dass Kimi Räikkönen für nächste Saison mit McLaren verhandelt, doch unterschrieben ist der Vertrag noch nicht. War man bisher davon ausgegangen, dass er noch mit anderen Teams verhandeln und um sein Gehalt pokern könnte, so sickert nun nach und nach durch, dass es ihm in Wahrheit um ganz andere Dinge gehen dürfte.

Vor allem steht der baldigen Verpflichtung eines Teamkollegen für Lewis Hamilton im Weg, dass noch immer nicht klar ist, wie es mit der Ehe zwischen McLaren und Mercedes weitergehen wird. Mercedes will aus der Exklusivpartnerschaft raus, um möglichst schon 2010 mit Brawn und Nico Rosberg ein neues (und vor allem billigeres) Werksteam aufzubauen. Die Entscheidung wird diesbezüglich aber nicht mehr vor Abu Dhabi fallen.

Räikkönen will keinen Knebelvertrag

Erst danach haben für McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh wieder die Fahrer Priorität. Dass Räikkönen bereits ein Angebot gemacht wurde, ist kein Geheimnis. Darüber wird nun verhandelt - weniger ums Geld als vielmehr um diverse vertragliche Freiheiten, wie der "Iceman" heute in Abu Dhabi im Rahmen der FIA-Pressekonferenz andeutete. So ist es ihm zum Beispiel ein Anliegen, jederzeit an Rallyes teilnehmen zu dürfen, wenn ihm danach ist.

Aus seiner grundsätzlichen Präferenz für McLaren macht der Weltmeister von 2007 aber kein Geheimnis: "Wenn ich Formel-1-Autos fahren will, dann ist McLaren meine einzige Option", sagte Räikkönen, der eine Entscheidung "in den nächsten Tagen" erwartet, gegenüber dem finnischen TV-Sender 'MTV3'. Dem Angebot von John Howett erteilte er gleichzeitig eine klare Absage: "Die Möglichkeit Toyota wurde nicht einmal diskutiert."

Toyota war nur Mittel zum Zweck

Bekannt ist, dass Teampräsident Howett mit Räikkönens Management gesprochen hat, das nach dem ersten Angebot mehr Geld verlangte. Daraufhin war bei Toyota offenbar die Schmerzensgrenze erreicht. Dass die Manager Steve und David Robertson ihren Schützling in diese Verhandlungen nicht einmal eingebunden haben, kann eigentlich nur bedeuten, dass sie Toyota lediglich missbraucht haben, um gegenüber McLaren höhere Forderungen stellen zu können.

Sollte sich Räikkönen also tatsächlich wie erwartet für eine Rückkehr zu McLaren entscheiden, dann würde es zum Weltmeisterduell mit Hamilton kommen. Der hat sich inzwischen damit angefreundet, dass er anstelle von Heikki Kovalainen einen richtig starken Teamkollegen bekommen könnte. Doch ganz vom Tisch ist ein Räikkönen-Wechsel in den Rallyesport oder sogar eine einjährige Auszeit nicht - nur sehr, sehr unwahrscheinlich...

Fotoquelle: xpb.cc

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