John Howett weiß noch nicht, welche Piloten 2010 für ihn fahren werden

Formel 1 2009

— 31.10.2009

Toyota gibt Hoffnung auf Räikkönen auf

Aus dem Dreamteam Räikkönen/Kubica wird nichts, daher muss Toyota-Teampräsident John Howett nun nach anderen Fahrern suchen

Das Toyota-Dreamteam für 2010 sollte eigentlich aus Robert Kubica und Kimi Räikkönen bestehen, doch nachdem Teampräsident John Howett schon den Verhandlungspoker um Kubica gegen Renault verloren hat, muss er nun auch seine Hoffnungen auf den finnischen "Iceman" endgültig begraben. Der verhandelt nämlich nur noch mit McLaren.

Seit Howett hinausposaunt hat, dass man Räikkönen ein Angebot vorgelegt habe, tauchten in den Medien sehr widersprüchliche Berichte auf. Erst hieß es, den Managern David und Steve Robertson sei das vorgeschlagene Gehalt zu niedrig gewesen, dann ging Räikkönen selbst an die Öffentlichkeit: "Mit Toyota läuft nichts, obwohl sie behaupten, dass wir verhandeln. Wir haben nicht mit ihnen gesprochen. Das ist nur ihre eigene Story."

Gegenüber 'Motorsport-Total.com' stellt Howett richtig, man habe "nicht mit Kimi selbst, aber mit seinem Management" gesprochen. Und: "Wir haben schon vor zwei oder drei Jahren deponiert, dass wir Kimi mögen und dass wir interessiert wären, sollte er einmal frei sein. Jetzt haben wir ein Angebot unterbreitet, das wir uns unabhängig von der Budgetsituation hätten leisten können. Das scheint für ihn aber nicht attraktiv genug zu sein."

Wegen der Absage der beiden Wunschkandidaten nimmt die Wahrscheinlichkeit für einen Verbleib von Jarno Trulli zu, obwohl man die Option auf den Italiener nicht fristgerecht wahrgenommen hat. Toyota hängt derzeit in der Warteschleife: Erst Mitte November wird bei einer Vorstandssitzung das Formel-1-Budget für die kommende Saison freigegeben. Davor sind der operativen Führung in Köln im Grunde genommen die Hände gebunden.

"Wir erwarten ungefähr innerhalb der nächsten zehn Tage eine endgültige Entscheidung", so Howett. Der Brite rechnet zwar mit einer weiteren Budgetkürzung, betont aber konsequent, dass er keinerlei Signale vernehme, die auf einen totalen Ausstieg aus der Formel 1 hindeuten würden. Nur: Auch Mario Theissen wusste bis wenige Stunden vor der Entscheidung des Vorstands von BMW angeblich nichts von Rückzugsüberlegungen...

Die Ausstiegsgerüchte seien aber ohnehin "nicht der Grund, weshalb wir warten", winkt Howett ab. Vielmehr wolle man sich die besten Fische aus dem Fahrerteich angeln: "Wir haben versucht, Robert zu bekommen, der sich für Renault entschieden hat. Wir sind an Kimi interessiert, obwohl er am Donnerstag angedeutet hat, dass er nur zu McLaren will. Wenn das die Situation ist, dann ist für uns ziemlich klar, in welche Richtung wir gehen wollen."

Trulli gilt als Wunschkandidat von Teamchef Tadashi Yamashina, auch wenn der Italiener selbst einen Verbleib bei Toyota wegen seiner Unstimmigkeiten mit Howett als "unwahrscheinlich" bezeichnet. Dem Vorstand würde wohl der schnelle Japaner Kamui Kobayashi als zweiter Fahrer am besten gefallen. Darüber hinaus sind mit Nick Heidfeld und Heikki Kovalainen noch zwei etablierte Piloten auf Jobsuche. Timo Glock wird das Team hingegen verlassen.

Fotoquelle: xpb.cc

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