Weltmeister Jenson Button wirkt an diesem Wochenende entspannt und schnell

Formel 1 2009

— 31.10.2009

Letztes Training: Duell der Weltmeister geht weiter

Jenson Button fuhr im letzten Freien Training der Saison in Abu Dhabi Bestzeit vor Lewis Hamilton - Sébastien Buemi auf Überraschungskurs

Bei strahlendem Sonnenschein und bis zu 35 Grad Hitze fand heute Nachmittag auf der Yas-Insel in Abu Dhabi das letzte Freie Training der Formel-1-Saison 2009 statt. Je länger dieses Rennwochenende dauert, desto mehr erhärtet sich der Eindruck, dass es zu einem Duell zwischen den beiden letzten Weltmeistern kommen könnte.

Die 60 Minuten lange Session begann zunächst nur schleppend, weil die Teams angesichts der hohen Asphalttemperaturen zunächst nicht viel lernen konnten - das Qualifying wird bekanntlich erst bei Anbruch der Dunkelheit gestartet. Dann kam aber doch etwas Betrieb auf. Am Ende schnappte sich ausgerechnet Jenson Button (Brawn-Mercedes/21 Runden) die Bestzeit. Der Weltmeister benötigte für den 5,55 Kilometer langen Linkskurs 1:40.625 Minuten.

Hamilton macht den besten Eindruck

Nur um zwei Tausendstelsekunden langsamer war der entthronte Titelverteidiger Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes/18 Runden), der dem Geschehen von Anfang an seinen Stempel aufgedrückt hatte und im KERS-Mittelsektor erneut um einige Zehntelsekunden schneller war als alle anderen. Hamilton gilt als klarer Favorit auf den Grand-Prix-Sieg - auch, weil seine besten Runden nicht ganz fehlerfrei waren.

Auch die Teamkollegen der beiden britischen Champions landeten im Spitzenfeld: Rubens Barrichello (3./Brawn-Mercedes/+ 0,2828/20 Runden) schob sich genau wie Button nach verhaltenem Beginn erst ganz am Ende nach vorne, Heikki Kovalainen (6./McLaren-Mercedes/+ 0,638/20 Runden) beteiligte sich im Finish nicht mehr an der Zeitenjagd. Auffällig: In den Top 6 landeten vier Mercedes-Fahrzeuge, bei den Topspeeds sogar fünf.

Die große Überraschung des bisherigen Wochenendes war jedoch Sébastien Buemi: Der Schweizer bestätigte seine Topform von gestern und landete auch diesmal wieder auf Rang vier - nach 22 Runden hatte er nur 0,309 Sekunden Rückstand auf Button. Pech hatte hingegen sein Toro-Rosso-Ferrari-Kollege Jaime Alguersuari, der wegen eines technischen Problems gar nicht auf die Strecke gehen konnte.

Unerwartet kam auch der fünfte Platz von Nick Heidfeld (BMW Sauber F1 Team/+ 0,616/18 Runden), hatte er doch ein paar Minuten vor Schluss noch gefunkt: "Ich verstehe nicht, wie Robert diese Rundenzeit fahren kann. Der Unterschied ist riesig. Ich weiß, dass er auf anderen Reifen ist, aber trotzdem." In der Schlussphase machte "Quick Nick" aus 2,2 Sekunden Rückstand auf Kubica (8./+ 0,697/20 Runden) noch einen knappen Vorsprung.

Sutil wieder mit dem besten Topspeed

Jarno Trulli (Toyota/+ 0,685/23 Runden) wurde Siebenter, Adrian Sutil (Force-India-Mercedes/+ 0,747/22 Runden) Neunter. Der Deutsche markierte mit 318 km/h wieder den besten Topspeed. Sein italienischer Teamkollege Vitantonio Liuzzi (14./+ 1,050/20 Runden) sorgte indes kurz vor Schluss für den ersten Mauerkuss der Session, konnte nach dem Einschlag mit der Hinterachse aber noch selbst zurück an die Box fahren.

Ansonsten kam es wieder zu zahlreichen Ausritten und Verbremsern, die wegen der asphaltierten Auslaufzonen aber allesamt ohne Konsequenzen blieben. Nur Romain Grosjean (18./Renault/+ 1,588/19 Runden) schaffte es, sich in den letzten Minuten gleich zweimal richtig zu drehen. Beeindruckend dafür ein weiterer Rookie: Kamui Kobayashi (13./Toyota/+ 0,874/24 Runden) ließ phasenweise sogar mit Sektorenbestzeiten aufhorchen.

Weiterhin enttäuschend präsentierte sich Ferrari - vor den Augen von Präsident Luca di Montezemolo brachte der Traditionsrennstall kein Auto ins Spitzenfeld. Auch für Nico Rosberg läuft es noch nicht nach Wunsch: Dem Williams-Toyota-Piloten fehlt es an Höchstgeschwindigkeit. Nach 22 Runden wurde er mit 0,853 Sekunden Rückstand gerade mal Zwölfter - immerhin noch vor Mark Webber (15./Red-Bull-Renault/+ 1,057/15 Runden).

Sebastian Vettel (Red-Bull-Renault/+ 0,778/19 Runden) kämpft an diesem Wochenende gegen Barrichello um den Vize-WM-Titel, belegte aber in der ersten Session des heutigen Tages nur den elften Platz. Red Bull verliert weiterhin im Mittelsektor am meisten Zeit, in dem es auf die schiere Power ankommt. Zu den Favoriten auf die Pole-Position gehört Vettel nicht. Diese Rolle wird am ehesten Hamilton zuteil.

Fotoquelle: xpb.cc

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