Kimi Räikkönen absolvierte sein letztes Rennen für Ferrari

Formel 1 2009

— 01.11.2009

Opfer der langfristigen Strategie: Ferrari bleibt Vierter

Obwohl McLaren-Mercedes Schützenhilfe leistete, gelang es Ferrari nicht, in Abu Dhabi den dritten Rang zu holen - Ferrari-Abschied für Kimi Räikkönen

Nach dem enttäuschenden Qualifying erlebte das Ferrari-Team wenig überraschend in Abu Dhabi auch ein enttäuschendes Rennen. Kimi Räikkönen schaffte es immerhin, sich noch auf den zwölften Rang nach vorne zu arbeiten.

Teamkollege Giancarlo Fisichella wurde mit einer Runde Rückstand auf Position 16 gewertet, nachdem er in der Boxengasse zu schnell war und eine Durchfahrstrafe kassierte. Der italienische Rennstall verlor durch dieses Ergebnis den Kampf um den dritten Rang in der Konstrukteurswertung gegen McLaren-Mercedes.

"Wir wussten, dass wir nicht das Auto haben, das hier konkurrenzfähig war", so Räikkönen. "Es war definitiv kein gutes Wochenende, aber ich denke nicht, dass uns irgendjemand dafür tadeln kann. Wir haben mit dem Paket, das wir hatten, unser Maximum gegeben."

"Zu Beginn war die Strecke etwas rutschig und dies kostete mich einen Platz an Kobayashi, der heute sehr schnell war. Als die Brawns wieder vor mir lagen, nach ihrem ersten Boxenstopp, wurde unser Rennen definitiv beeinträchtigt und eine Zielankunft in den Punkten wurde unmöglich."

"Es ist schade, dass ich meine Zeit bei Ferrari mit diesem Ergebnis beende, aber in diesem Jahr haben wir uns nie in einer Position befunden, um bei jedem Rennen um den Sieg zu kämpfen, so wie ich mir das gewünscht hatte."

"Ich bin enttäuscht, dass der dritte Rang uns durch ein Ergebnis wie dieses verloren gegangen ist", so Fisichella. "Aber unsere Geschwindigkeit war heute so, wie sie nun einmal war, wie man dies auch am zwölften Rang meines Teamkollegen sehen konnte. Ich versuchte wie gewöhnlich alles, und ich habe das Gefühl, dass ich ein gutes Rennen fuhr."

"Es war schade, dass ich eine Durchfahrstrafe erhielt, welche meinen zweiten Rennabschnitt beeinträchtigte. Ich hatte einen guten Start und kam an Grosjean vorbei, der dann wieder vor mich kam, indem er die Schikane abgekürzte. Er kam an mir vorbei und holte sich wieder das zurück, was ich gewonnen hatte."

"Mir tut es leid, dass ich nicht in der Lage war, einen Beitrag in Sachen Punkten zum Team zu leisten, da ich nicht wirklich meinen Wert gezeigt habe. Unglücklicherweise ist der F60 sehr schwierig zu fahren, besonders im Qualifying. Und wenn man von hinten im Feld startet, ist das immer eine große Strafe."

"Nun ist die Zeit gekommen, um über die Zukunft nachzudenken. Ich weiß noch nicht, ob ich bei einem Team ein Cockpit für Rennen bekommen werde. Sicher ist jedoch, dass ich ein Ferrari-Fahrer sein werde, und darüber bin ich glücklich."

"Das war für uns ein enttäuschender Tag", so Chefingenieur Chris Dyer. "Wir wussten nach dem Qualifying-Ergebnis, dass es sehr schwierig werden würde, und das war es dann auch. An diesem Wochenende hatten wir definitiv keine ausreichend gute Leistung, und aus diesem Grund waren wir nicht in der Lage, die unabsichtliche Hilfe unserer Gegner im Kampf um den dritten Platz zu nutzen."

"Es ist ein unangenehmes Ende unserer Partnerschaft mit Kimi, und darüber sind wir sehr enttäuscht. Es wäre schön gewesen, ihm ein gutes Ergebnis als Abschied mitzugeben, um uns für alles zu bedanken, was er in den vergangenen drei Jahren für uns getan hat. Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute, zu was er sich auch immer entscheidet. Er ist ein außergewöhnlicher Fahrer und wir werden immer gute Erinnerungen an ihn haben."

"Es ist enttäuschend, dem dritten Rang in der Konstrukteursmeisterschaft um einen einzigen Punkt zu verlieren", so Teamchef Stefano Domenicali. "Aber wir müssen das Urteil akzeptieren, das auf der Strecke gesprochen wurde. In Bezug auf die Entwicklung des F60 trafen wir vor ein paar Monaten eine strategische Entscheidung, und wir wussten, dass die Straße im Verlauf der Zeit vor uns steiler werden würde."

"Gleichzeitig möchte ich dem gesamten Team gratulieren, das trotz der schwierigen Situation seine Konzentration weiterhin aufrechterhalten hat, mit der Arbeit mit Entschlossenheit und Zähigkeit weitermachte. Nun müssen wir uns auf die Arbeit am Design des neuen Autos konzentrieren, denn wir haben ein sehr einfaches Ziel: wir wollen zurückkehren zum Kampf um Rennsiege."

"Dies war Kimis letztes Rennen mit uns, und einmal mehr hat er heute alles gegeben. Wir sind sehr enttäuscht, dass wir ihm dieses Jahr kein konkurrenzfähiges Auto geben konnten. Ich bedanke mich bei ihm, dass er niemals das Handtuch geworfen hat. Fakt ist, dass er sogar noch härter kämpfte, als die Situation am schwierigsten war."

"Dieser Dank gilt allen Fahrern: Für Felipe, der in Budapest einen dramatischen Moment durchmachte und sich schnell erholt, um beim Start der kommenden Saison wieder bei 100 Prozent zu sein, für Luca, der die Herausforderung in diesem Spiel in einem sehr schwierigen Moment akzeptierte, für Giancarlo, der ein Team verließ, als es gerade seinen besten Teil der Saison durchmachte, um seinen Traum zu realisieren, für Ferrari zu starten."

"Heute gab er einmal mehr bis zum letzten Kilometer alles. Ich bin auf unsere Fahrer stolz, so wie ich auf jeden stolz bin, der für unser Team arbeitet. Und ich bin mir sicher, dass jeder von ihnen weiß, wie man die richtigen Lektionen aus dieser Saison lernt und wie man sogar noch motivierter sein wird, um zu versuchen, sofort wieder Gutmachung zu betreiben."

Fotoquelle: xpb.cc

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