Abu Dhabi und die Golfregion wollen Wasser in der Motorsportwüste bringen

Formel 1 2009

— 02.11.2009

Golfregion: Mit großem Geld in eine große Zukunft?

Der Motorsport wird in der Golfregion mit Millionen befeuert. Bald soll es einen Formel-1-Fahrer aus der Region geben

Gerade erst hat die Formel 1 in den Vereinigten Arabischen Emiraten Premiere gefeiert, in der ambitionierten Region wird aber bereits daran gebastelt, dass auf lange Sicht auch einheimische Fahrer in der Formel 1 ihre Premiere feiern können. Um das zu erreichen, wurde ein millionenschwerer Fonds aufgelegt.

"Unsere Absicht ist es, ein Team in der IndyCar-Serie zu haben, dass MotoGP-Teams in der Region ihre Basis haben und einheimische Fahrer einsetzen. Unser Ziel ist es, einen Fahrer in die Formel 1 zu bringen, so die Budgets das hergeben. Aber in dem Fonds sind schon jetzt Millionen. Dieses Geld wird dafür verwendet, eine Infrastruktur aufzubauen", sagte Lawrence Challenbron, der für den Fonds verantwortlich zeichnet.

Bei allem Optimismus und Tatendrang sind die Verantwortlichen aus der Formel 1 zurückhaltend, was die Ausbildung von Fahrern aus der Golfregion anbelangt, sehen aber durchaus die Fortschritte der vergangenen Jahre. "Wir haben bereits ein Rennzentrum für die Fahrerausbildung in Bahrain etablieren können", sagte Mario Theissen am Rande des letzten Formel-1-Grand-Prix dieses Jahres. "Aber es war schon sehr schwierig, da die Infrastruktur fehlte. In Europa sind die Talente allesamt bereits vier bis fünf Jahre bei den Karts gefahren, bevor sie in ein Formel-Auto steigen. Das ist schon ein großer Unterschied gewesen aber inzwischen ist die Serie stark geworden, so dass wir mit unserem Engagement fortfahren."

Tradition ist mit Geld nicht zu kaufen
Christian Horner pflichtet dem bei: "Der Motorsport in der Region hebt gerade ab, und dabei geht es nicht nur um die Rennstrecken. Die gesamte Infrastruktur verbessert sich und bei den Karts ist man bereits auf Stand. Aus den Karts werden Fahrer und Techniker in die Welt des Motorsport aufsteigen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das passiert."Die meisten Formel-1-Teams sehen in der Golfregion auch weniger das Potenzial irgendwann einmal einen Spitzenfahrer herauszubringen, als vielmehr andere Möglichkeiten. "Die technische Seite ist äußerst interessant", sagte Ross Brawn. "Es besteht das Interesse mehrerer Länder, dass Technologiezentrem aufgebaut werden, und ich verstehe, dass Williams eines in Katar aufgebaut hat. Ich denke in diesem Bereich bestehen große Möglichkeiten."

Bei allem ambitionierten Plänen, neuen High-Tech-Kursen, perfekter Infrastruktur: irgendetwas fehlt in der Golfregion. "Es ist der Charakter, die Geschichte", erklärte Lewis Hamilton vor dem Start des Grand Prix in den Vereinigten Emiraten. "Geld kann das nicht kaufen", fügte Hamilton an. "Wenn wir hier eine lange Zeit sind und auch Fahrer aus Abu Dhabi fahren, wird der Charakter vielleicht irgendwann entstehen."

Fotoquelle: xpb.cc

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