Nico Hülkenberg durfte als Testpilot bei Williams schon einige Kilometer abspulen

Formel 1 2009

— 04.11.2009

Hülkenberg: "Bin kein Typ für Platz zehn"

Formel-1-Neuzugang Nico Hülkenberg setzt sich für seine erste Saison im Williams-Renncockpit hohe Ziele: "Ich fahre, um erfolgreich zu sein"

Nach dem Rücktritt von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher wollte dessen Manager Willi Weber eigentlich nicht mehr viel mit dem Geschäft zu tun haben. Nie wieder wolle er einen Youngster in die Königsklasse führen, hieß es damals. Doch die Abkehr vom Geschäft Motorsport hielt nicht lange an. Ein gewisser Nico Hülkenberg überzeugte Weber vom Gegenteil. Der schnelle Mann aus Emmerich war bald der neue Liebling des Managers.

Der 22-jährige Nachwuchspilot hatte die Formel BMW für sich entschieden, anschließend leitete ihn Weber durch den Dschungel der kleinen Klassen. Es folgten der Sieg beim renommierten Formel-3-Masters, der Titel in der A1GP-Serie und letztlich in der GP2. Ein Lehrjahr im Schatten der Stammpiloten Nico Rosberg und Kazuki Nakajima bei Williams nutzte Hülkenberg, um eifrig bei der Teamleitung weitere Punkte zu sammeln.

"Ich weiß momentan gar nicht, wohin mit meiner Freude", jubelt Hülkenberg nach seiner Vertragsbekanntgabe in der 'Rheinischen Post'. Mit dem Schritt in die Formel 1 erfülle sich ein Traum. "Der Motorsport ist schließlich mein Leben. Ich habe in den vergangenen Jahren ausschließlich auf dieses große Ziel hingearbeitet und bin natürlich überglücklich, dass ich es jetzt erreicht habe."

Im Rahmen von wenigen Testfahrten konnte Hülkenberg bereits erste Erfahrungen im Formel-1-Boliden sammeln. Im kommenden Winter muss sich der deutsche Nachwuchspilot nun mit weiteren Fahrten auf sein neues Arbeitsgerät einschießen. "Die neue Saison startet schließlich erst am 14. März. Wir müssen abwarten, wie gut unsere Fahrzeuge sind. Eins steht jedoch fest. Ich bin kein Typ, der sich auf Dauer mit Platz zehn anfreunden kann."

"Ich setze mir immer ehrgeizige Ziele", erklärt der 22-Jährige. "Und da ich jetzt in der Formel 1 angelangt bin, möchte ich sie irgendwann einmal auch gewinnen. Ich fahre Rennen, um erfolgreich zu sein." Von Erfolgen geht man auch in der Heimat Emmerich aus. Dort gibt es bereits den ersten offiziellen Fanclub. Der Rummel sei aber dennoch überschaubar. "Williams hat ja meine Verpflichtung auch gerade erst bekannt gegeben. Wenn er irgendwann kommen sollte, werde ich ihn auch ganz gut von mir fernhalten können."

Fotoquelle: xpb.cc

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