Jenson Button und Ross Brawn wollen 2010 gemeinsam weitermachen

Formel 1 2009

— 06.11.2009

Brawn erwartet Einigung mit Button

Ross Brawn behauptet, dass Jenson Button von der Konkurrenz Angebote gemacht wurden, um ihn im WM-Kampf aus der Ruhe zu bringen

Fünf Tage nach dem Saisonfinale in Abu Dhabi steht Weltmeister Jenson Button immer noch ohne Vertrag für 2010 da. Zwar geht man in Branchenkreisen fest davon aus, dass sich der Brite früher oder später mit Teamchef Ross Brawn einigen wird, doch noch kann aus Brackley kein Verzug gemeldet werden.

Es hat den Anschein, dass Nico Rosberg bereits als Brawn-Fahrer feststeht. Das deutet inzwischen sogar Brawn selbst an: "Wir befinden uns in einer komfortablen Position, sagen wir mal so", wird er von der 'BBC' zitiert. "Sobald wir das mit Jenson gelöst haben, werden wir das ganze Paket bekannt geben - und damit wollen wir dann auch richtig wahrgenommen werden." Eine Einigung mit Button erwartet Brawn in den nächsten Tagen.

"Jenson wünscht sich ein sehr konkurrenzfähiges Auto und ein angemessenes Gehalt. Wenn wir ihm diese zwei Dinge anbieten, dann werden wir eine Lösung finden", ist der Weltmeistermacher überzeugt. In Abu Dhabi habe man jedoch nicht die Zeit gehabt, um Verhandlungen zu führen, und für Button ging es anschließend gleich weiter zum Race of Champions in Peking. Dafür werde man sich jetzt umso rascher an einen Tisch setzen.

Button wurde in den vergangenen Wochen auch von anderen Teams kontaktiert. McLaren-Mercedes soll eines davon gewesen sein. Brawn: "Unser Business ist extrem umkämpft und es gibt Leute, die versucht haben, Jenson während der Weltmeisterschaft aus der Ruhe zu bringen, als sie von seiner vertraglichen Situation erfahren haben. Er wusste, dass er einige Angebote aus diesem Grund erhalten hat", erklärt der 54-Jährige.

Möglich war dies nur, weil sich Button nach dem Ausstieg von Honda auf eine drastische Gehaltskürzung einließ, um dem Team aus Brackley zu helfen - angeblich soll er nur drei Millionen Euro verdient haben. Im Gegenzug ließ er sich in den Vertrag schreiben, dass er Ende 2009 gehen darf, wenn er das will. Doch als Weltmeister will der Brawn-Pilot zumindest wieder jene Gage kassieren, die er bis 2008 bezogen hat.

"Wir haben eine merkwürdige Zeit hinter uns. Wir waren im Überlebensmodus und stehen nun wieder auf normalen Beinen", so Brawn. "Unter normalen Umständen wäre es nie zu dieser Situation mit Jenson gekommen, aber wir mussten ihm für den Fall Optionen einräumen, dass das Team nicht in guter Verfassung weitermachen würde. Diese Situation, die wir jetzt haben, ist also nicht geplant, aber die Gespräche laufen bisher ganz gut."

Fotoquelle: xpb.cc

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