Die Newey-Nase von Red Bull war ein auffälliges Designmerkmal dieser Saison

Formel 1 2009

— 06.11.2009

Newey gibt für 2010 den Weg vor

Sogar Weltmeistermacher Ross Brawn gesteht, dass einige von Adrian Neweys Designideen nächstes Jahr übernommen werden könnten

Ein wahrscheinlich mitentscheidender Vorteil des Brawn-Teams in der zurückliegenden Saison war, dass der Rennstall aus Brackley im Gegensatz zu Ferrari und McLaren-Mercedes im Jahr 2008 schon frühzeitig mit den Vorbereitungen für 2009 beginnen konnte. In Maranello und Woking hatte man diese Wahl nicht, weil man die aktuellen Autos noch für den WM-Kampf weiterentwickeln musste.

Doch im Wissen, wie es Ferrari und McLaren-Mercedes dieses Jahr ergangen ist, wollte Ross Brawn nicht den gleichen Fehler machen: "Wir haben versucht, ein Gleichgewicht zwischen diesem Jahr und nächstem Jahr zu finden", erklärt der Weltmeistermacher. "Es gab nur eine einzige Windkanalwoche, die wir umplanen mussten, als die Aerodynamiker gesagt haben, wir brauchen doch noch eine Woche mehr für das diesjährige Programm."

Ganz zu vergleichen ist die Situation 2009/10 mit jener von 2008/09 nicht, weil die Regeländerungen im vergangenen Winter viel dramatischer waren. Aber Brawn betont: "Wir haben uns intensiv mit dem nächstjährigen Auto befasst, denn es gibt einige gravierende Unterschiede: kein Nachtanken, eine andere Chassisform, schmälere Vorderreifen. Weil wir kein One-Hit-Wonder bleiben wollen, haben wir diese Dinge schon frühzeitig in Angriff genommen."

"Es ist kein so dramatischer Unterschied wie vom Vorjahr auf dieses Jahr, aber alleine schon das Wissen, wie unsere Konkurrenten dies oder jenes gelöst haben, regt zum Nachdenken an", gesteht der Brite. Denn Brawns BGP 001 hatte zwar zumindest am Saisonbeginn den anerkannt besten Doppeldiffusor, aber in einigen anderen Bereichen hatte die Konkurrenz im wahrsten Sinne des Wortes die Nase vorne - man denke nur an Red Bulls extrem hohe Frontpartie.

Von Red-Bull-Konstrukteur Adrian Newey wird sich die Konkurrenz laut Brawn für die neuen Autos einiges abschauen: "Adrian hat mit dem hohen Vorderchassis und einigen anderen Lösungen einen sehr interessanten Ansatz aufgezeigt, der meiner Meinung nach nächstes Jahr sehr verbreitet sein wird. Solche Dinge haben auch wir in Betracht gezogen", sagt der 54-Jährige und betont: "Jeder sieht sich die anderen Autos an. Das ist ein ganz normaler Vorgang."

Wenn man bedenkt, dass die zehn Teams schon im ersten Jahr des neuen Reglements unglaublich eng beisammen lagen, dann könnte die Formel 1 2010 zumindest unter den bestehenden Teams noch umkämpfter werden: "In Abu Dhabi lagen eineinhalb Sekunden zwischen dem schnellsten und dem langsamsten Auto. Ich denke, dass dieser Abstand nächstes Jahr noch geringer sein wird. Das ist schon sehr beeindruckend", staunt Brawn.

Fotoquelle: xpb.cc

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