Nico Rosberg blickt seiner Zukunft schon recht entspannt entgegen

Formel 1 2009

— 06.11.2009

Rosberg: Erfolg mit Köpfchen

Nico Rosberg findet, dass er mental große Fortschritte gemacht hat, und schwärmt vom Brawn-Team und den Mercedes-Motoren

Nico Rosberg holte 2009 in elf von 17 Rennen WM-Punkte, insgesamt 34,5. Damit landete er in der Fahrerwertung auf dem siebenten Rang. Zum Vergleich: Sein Teamkollege Kazuki Nakajima ging komplett leer aus. "Ich habe die Chance genutzt, mich mit meinen Leistungen für 2010 für ein Topauto zu qualifizieren", stellt Rosberg gegenüber 'auto motor und sport' fest.

Denn in der kommenden Saison wird er nicht mehr für Williams, sondern auf jeden Fall für Mercedes fahren - aller Voraussicht nach beim Weltmeisterteam Brawn, das zu einem waschechten Werksrennstall des Stuttgarter Automobilherstellers umfunktioniert werden soll. Weil noch nicht ganz klar ist, ob Mercedes schon 2010 oder doch erst später bei Brawn einsteigen wird, zieht sich die offizielle Bekanntgabe aber noch hin.

Im Kopf noch stärker geworden

Rosberg leistete sich 2009 nur einen gravierenden Fehler, als er bei der Boxenausfahrt in Singapur einen möglichen Podestplatz wegwarf. Dafür machte er im mentalen Bereich eigenen Angaben nach gewaltige Fortschritte: "Allein in diesem Punkt habe ich Nakajima viel Zeit abgenommen. Ich habe beim Fahren noch mehr Kapazität im Kopf frei, die ich strategisch und technisch nutzen kann. Rein vom Fahrerischen wäre der Abstand zu Kazuki nicht so groß gewesen, wie er auf dem Papier aussieht."

Seine stärkste Phase hatte der 24-Jährige, als er zwischen Barcelona und Spa-Francorchamps achtmal hintereinander in die Punkte fuhr. Aus den letzten fünf Rennen holte er allerdings nur noch einen fünften Platz (Suzuka). Rosberg sucht nach Erklärungen: "Vielleicht war unser Auto zu sehr auf maximalen Abtrieb getrimmt. Da hatten wir auf Strecken wie Monza, Interlagos oder Abu Dhabi wenig Chancen."

Jetzt kann er sich auf seine Zukunft konzentrieren. Was Brawn nach dem Honda-Ausstieg geleistet hat, sei "schon irre" gewesen: "Kein Budget, Leute wurden entlassen. Das hilft nicht für die Stimmung in der Mannschaft. Dazu kommt: Sie mussten viele Kompromisse eingehen, zum Beispiel den Motor in letzter Sekunde wechseln. Trotzdem nach nur einem richtigen Test so standfest aufzutrumpfen, in der ersten Saisonhälfte alles zu dominieren und das Ding bis zum Ende durchzuziehen, das war stark!"

Lob für Weltmeister Button

"Auch Jenson war der konstanteste Fahrer. Keiner seiner Konkurrenten hat durchgehend eine bessere Leistung gebracht. Jeder hatte Hochs und Tiefs. Aber Jenson hat Anfang der Saison die Basis gelegt und den Titel jetzt auch verdient", lobt Rosberg in der 'Auto Bild motorsport' und fügt über Mastermind Ross Brawn an: "Er ist einer der Besten, wenn nicht der Beste! Aber: Ein Formel-1-Team funktioniert nicht nur mit einem Mann."

Positiv spricht der Deutsche auch über Mercedes: "Eindeutig der beste Motor in der Formel 1. Ein Wahnsinnsjob von Mercedes durch Arbeit an den letzten Details, die trotz des Entwicklungsstopps noch erlaubt sind, immer noch mehr PS auszukitzeln. Aber nicht nur das: Auch in Sachen Spritsparen und Standfestigkeit war der Mercedes top. Nicht einen Schaden hatte Mercedes 2009. Eine großartige Leistung", so Rosberg.

Fotoquelle: xpb.cc

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