Ken Anderson ärgert sich über die vielen Negativberichte in den Medien

Formel 1 2009

— 07.11.2009

US F1: "Werden niemals verkaufen!"

Ken Anderson wehrt sich gegen negative Medienberichte und stellt erneut klar, dass US F1 nicht plant, den Formel-1-Startplatz zu verkaufen

Obwohl sich US F1 als einziges Team bereits vor der Idee einer Budgetobergrenze und vor der für Neulinge interessanten Aufstockung des Starterfeldes auf 26 Autos ohne Sonderwünsche zum Einstieg in die Formel 1 bekannt hat, bekommen die Amerikaner im Vorfeld der Saison 2010 von allen neuen Grand-Prix-Projekten mit Abstand am meisten Prügel ab.

Zahlreiche Branchenkenner stören sich daran, dass Sportchef Peter Windsor immer noch als Reporter durch das Fahrerlager läuft, während andere behaupten, die Fabrik in Charlotte sei lediglich ein Luftschloss, das es nicht gibt. Als nach einem Lokalaugenschein von 'Motorsport-Total.com' in den USA endlich erste Fotos von diversen Fertigungsanlagen veröffentlicht wurden, hieß es prompt, die Maschinen seien nicht ausreichend, um damit ein Formel-1-Auto zu bauen.

Brawn wundert sich wegen der Crashtests

Selbst einer eingehenden Prüfung der Fortschritte durch die FIA hat US F1 standgehalten, aber die Negativpresse reißt nicht ab. So kursieren derzeit Gerüchte, dass das Team noch keinen einzigen Crashtest simuliert haben soll. "Wir crashen schon seit zwei Monaten bestimmte Komponenten vom neuen Auto, um für die offiziellen Tests gerüstet zu sein. Ein Neuling sollte mindestens das Gleiche tun, wenn er diese Prozedur bestehen will", wird Ross Brawn von 'auto motor und sport' zitiert.

"Die Storys sind wie üblich falsch", erklärt US-F1-Teamchef Ken Anderson auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com'. "Wir haben alle für den Moment notwendigen Tests bestanden und haben weitere für November und Dezember geplant." Selbst wenn das Equipment, das US F1 bisher auf Fotos veröffentlicht hat, nicht dafür ausreicht, so befinden sich in Fußnähe zahlreiche Unternehmen, an die Aufträge ausgelagert werden können. Charlotte ist die Hochburg des US-Motorsports.

Anderson weiter: "Ross hat schon recht, man muss experimentieren, was wir auch tun, und jedes Team muss alle Crashtests bestehen. Einige bestehende Teams haben aber bis Januar oder Februar keine Crashtests geplant. Das ist gar nicht ungewöhnlich. Es muss nur vor dem ersten Rennen passieren - und man will so viel Zeit wie möglich damit verbringen, alles weiterzuentwickeln." Brawns Argument sei daher nicht zulässig.

Kein Verkauf des Startplatzes

Wiederholt tauchen auch Berichte auf, wonach US F1 den offiziellen FIA-Startplatz ausnutzen will, um Geld zu machen, ohne im März 2010 tatsächlich am Start zu sein, wenn die neue Saison in Bahrain beginnt. Bei Sauber in Hinwil vermutet man angeblich, dass Anderson und Windsor vorhaben, den Startplatz teuer zu verkaufen. Windsor soll daher bei einer FOTA-Sitzung den Antrag der anderen Teams abgelehnt haben, einen Verkauf von Startplätzen zu verbieten.

"Es gibt Leute, die hoffen, dass Sauber gerettet wird, und sie träumen von Wegen, wie das passieren könnte", entgegnet Anderson forsch. "Hoffentlich bekommen sie nach dem Ausstieg von Toyota nun einen Startplatz und nerven uns nicht mehr. Die Story über den Verkauf von Startplätzen bei einem FOTA-Meeting ist ebenfalls falsch. Es kam nur die Frage auf, ob 14 Teams zugelassen werden sollen, aber das haben gleich mehrere Teams blockiert."

Und der Amerikaner stellt ein für alle mal unmissverständlich klar: "Wir wurden diesbezüglich nie kontaktiert und wir werden unseren Startplatz auch niemals verkaufen!" Selbst wenn US F1 dies wollen sollte, was offenbar nicht der Fall ist, würde es an Interessenten scheitern: Sauber/Qadbak dürfte durch den Ausstieg von Toyota auf den sicheren 13. Startplatz aufrücken und andere Projekte wie etwa Epsilon Euskadi geben zu, dass es für 2010 längst zu spät ist...

Fotoquelle: US F1

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