Designed in Faenza: Toro Rosso entwirft seine Rennwagen ab sofort in Eigenregie

Formel 1 2009

— 09.11.2009

Neuanfang bei Toro Rosso: "Das wird Zeit brauchen"

An der Schwelle zur neuen Rennsaison wird Toro Rosso mit einer neuen Aufgabe konfrontiert: Das Team muss seine Rennwagen nun selbst entwerfen

In der abgelaufenen Saison konnte sich Toro Rosso noch voll und ganz auf die Entwicklungsarbeit von Red Bull Technologies verlassen - 2010 mssen die Jungbullen nun endlich auf eigenen Beinen stehen: Lieferten Adrian Newey und seine Helfer bislang die Designkonzepte nach Faenza, so muss die Toro-Rosso-Mannschaft um Teamchef Franz Tost jetzt selbst kreativ ttig werden und entwickeln.

"Wir mssen das Auto selbst designen und die Fahrzeuge anschlieend auch selbst bauen", erlutert Tost gegenber 'Autosport'. "Glcklicherweise hatten wir stets einige Designer bei uns im Team. Wir mussten also nicht bei Null beginnen. Ich hoffe, dass ihre Erfahrung gut genug ist und dass sie gute Arbeit leisten. Manchmal haben aber auch Topteams ein Auto gebaut, das nicht unbedingt ein groer Wurf war", so Tost.

"Ich wnsche mir jedenfalls, dass wir als kleines Team einen guten Job machen und ein Auto an die Rennstrecke bringen knnen, welches von Anfang an gute Positionen holen kann", gibt der sterreicher zu Protokoll. Doch noch hat das Team seine volle Schlagkraft nicht entfaltet: "Unsere Infrastruktur muss noch ausgebaut werden", erklrt Tost und fgt an: "Das wird Zeit brauchen."

Gleichwohl gilt es bis Mrz 2010, die neuen Formel-1-Regeln bestmglich umzusetzen: "Das Regelement macht es erforderlich, ein komplett neues Fahrzeug zu designen - im kommenden Jahr ist schlielich das Nachtanken nicht mehr erlaubt", sagt Tost. "Du hast einen neuen Radstand, eine andere Gewichtsverteilung - all das zwingt uns dazu, ein vollkommen neues Auto zu entwerfen."

Auf Leistungsprognosen wollte sich Tost angesichts der neuen Aufgabenstellung fr seine Mitarbeiter aber nicht einlassen: "Wir werden sehen, welches Gesamtbild sich uns ber den Winter erschliet", meint der Teamchef von Sbastien Buemi und Jaime Alguersuari. "Genau werden wir es aber erst wissen, wenn der Wagen auf der Strecke unterwegs ist und wir die Rundenzeiten kennen."

Fotoquelle: xpb.cc

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