Ross Brawn rechnet damit, dass die Hersteller wieder zur Formel 1 hinzustoßen

Formel 1 2009

— 10.11.2009

Brawn ist überzeugt: Die Hersteller kehren zurück

Die große Zeit der Herstellerteams ist erst einmal vorbei, doch Teamchef Ross Brawn rechnet fest mit einem Comeback der großen Werksmannschaften

Erst Honda, dann BMW und jetzt Toyota: Nach und nach verabschieden sich die großen Automobilkonzerne aus der Formel 1 und immer mehr Privatteams nehmen die freien Startplätze ein. Für Teamchef Ross Brawn sind diese Vorgänge nichts anderes, als ein natürliches Geschehen, das die Szene schon seit Jahrzehnten kennt: Irgendwann, so Brawn, werden die Hersteller wieder in die Formel 1 zurückkehren.

Davon ist der frühere Technische Direktor von Ferrari felsenfest überzeugt, wie er gegenüber 'Reuters' zu Protokoll gibt: "Ich bin nun schon seit 30 Jahren in der Formel 1 dabei und habe erlebt, wie sich diese Rennserie von Privatiers zu einer Vielzahl Hersteller und wieder zurück zu Privatteams entwickelt hat. Diese ganze Sache bewegt sich in Zyklen, die vom jeweiligen Umfeld abhängen", sagt Brawn.

"Die Hersteller sehen sich an, welchen Wert die Formel 1 für sie hat - Sentimentalitäten spielen da keine Rolle. Wenn es rentabel ist, steigen sie zu - wenn nicht, dann tun sie es nicht." Und wenn das Engagement zu viel wird, dann wird es eben beendet. Brawn: "Glücklicherweise ist das Interesse der Privatteams derzeit sehr groß. Das wird die Formel 1 für einige Jahre stützen", glaubt der Brite.

Gleichzeitig kann die Formel 1 nach wie vor auf ihre Traditionsteams bauen: "Es gab schon immer eine Kerngruppe", sagt Brawn und fügt an: "Ferrari war schon immer dabei und auch Mercedes kann auf ein langes Engagement zurückblicken, in dem es hin und wieder rauere Zeiten gab. Ich denke, es gibt einige Hersteller, die nur von Tag zu Tag denken. Leider verlassen uns diese Hersteller jetzt."

"Sie haben sich offensichtlich dazu entschlossen, dass dies die richtige Antwort auf die Probleme ist, denen sie sich im Augenblick gegenüber sehen", hält der Brawn-Teamchef fest. "Vor allem Honda und Bridgestone haben eine große Vergangenheit in der Formel 1, also lasst uns hoffen. Es wird einige Jahre dauern, doch Honda war ja schon zum zweiten oder dritten Mal in der Formel 1 engagiert."

Fotoquelle: xpb.cc

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