Nico Hülkenberg ist einer der Piloten, die in Jerez Erfahrungen sammeln werden

Formel 1 2009

— 11.11.2009

Viele neue Gesichter beim Jerez-Test

Die Stammfahrer haben Pause, jetzt kommen die Rookies zum Zuge: Im Dezember absolvieren viele Nachwuchspiloten ihren ersten Formel-1-Test

Mit dem letzten Grand Prix des Jahres fiel für die Stammfahrer zugleich die Zielflagge der Rennsaison. Aufgrund der aktuellen Testbestimmungen in der Formel 1 sind Probefahrten bis zum Jahresende nicht mehr erlaubt - einzig drei Tage sind für den Einsatz von Nachwuchspiloten vorgesehen. Wer maximal zwei Rennen bestritten hat, ist für die Teams als Tester zulässig.

Die Rookies haben allerdings unterschiedliche Voraussetzungen, wenn sie in Jerez ins Lenkrad greifen: Für Piloten wie Esteban Gutierrez oder Alexander Rossi ist es die erste Bekanntschaft mit einem Formel-1-Rennwagen, Lucas di Grassi ist schon ein versierter Testfahrer und aufstrebende Piloten wie Andy Soucek und Betrand Baguette erhalten die Belohnung für eine Titelfahrt.

Letzte Ausfahrt für das BMW Sauber F1 Team

Für das BMW Sauber F1 Team ist die letzte Ausfahrt des Jahres eine Premiere und zugleich ein Abschied: Der deutsch-schweizerische Rennstall stellt nach den Probetagen von Jerez seine Formel-1-Tätigkeit ein, ermöglicht den beiden ehemaligen Formel BMW Fahrern Gutierrez und Rossi aber noch ihren Lohn für den Sieg in der Formel BMW Europa und den Gewinn des Weltfinales 2008.

Auch bei Ferrari stehen die punktbesten Piloten einer Rennsaison auf der Teilnehmerliste: Pablo Sanchez Lopez, Daniel Zampieri und Marco Zipoli sind die Top 3 der italienischen Formel-3-Meisterschaft und kommen nun in den Genuss, ein Rennfahrzeug der Scuderia auszuprobieren. Bereits im vergangenen Jahr hatte Ferrari einigen Jungpiloten eine solche Chance eröffnet.

Damals hinterließ Mirko Bortolotti einen ausgezeichneten Eindruck, was 2009 seine Fortsetzung finden könnte: Der italienische Formel-2-Pilot darf im Dezember für Toro Rosso ins Testcockpit steigen und wird sich das Fahrzeug mit Brendon Hartley teilen, der ebenfalls dem Nachwuchskader von Red Bull angehört. Der Dritte im Bunde ist Daniel Ricciardo, der Sieger der britischen Formel 3.

Ricciardo greift für Red Bull ins Lenkrad

Als Belohnung für seinen Erfolg in der abgelaufenen Rennsaison erhält der australische Rennfahrer die Chance, sich im aktuellen Red-Bull-Rennwagen zu beweisen. "Das ist etwas, von dem ich schon träume, seit ich denken kann", so der Youngster. "Ich freue mich tierisch darauf. Ich hätte niemals damit gerechnet, am Ende dieses Jahres dazu zu kommen. Ich bin ungeheuer aufgeregt."

Schon in dieser Woche bereitet sich Ricciardo intensiv auf seinen Testeinsatz vor. In der Red-Bull-Fabrik in Milton Keynes probt der Australier fleißig im Simulator, während ihm die Techniker einen Sitz für seine Probefahrt im Dezember anfertigen. Ricciardo zeigt sich bereits fasziniert: "Der Formel-1-Wagen ist einfach ein abgefahrenes Rennauto. Die Bremsen sind vermutlich das Tollste daran."

Ob dem wirklich so ist, kann der Nachwuchspilot schon bald auf der Rennstrecke herausfinden - und auch zwei weitere Titelgewinner reisen nach Jerez: Formel-2-Dominator Soucek wird für das Williams-Team einige Testkilometer abspulen, Baguette darf für seinen Erfolg in der Renault-World-Series (WSbR) in einem Formel-1-Rennwagen von Renault Platz nehmen. Beide kommen in Begleitung.

Bei Renault wird der langjährige Testpilot und GP2-Routinier di Grassi einsteigen und vermutlich alles daran setzen, sich nachdrücklich für ein Engagement in der "Königsklasse" zu empfehlen. Nico Hülkenberg darf die Ausfahrt in Jerez hingegen als Vorbereitung sehen: Der deutsche Rennfahrer steigt 2010 zur Stammkraft bei Williams auf und kann sich somit einige Vorabeindrücke verschaffen.

Fotoquelle: xpb.cc

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